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Gold nahe Zwei-Wochen-Hoch stabil – Fed-Erleichterung prallt am starken Dollar ab

Gold nahe Zwei-Wochen-Hoch stabil – Fed-Erleichterung prallt am starken Dollar ab
Devesh Kumar
06. Juli 2026, 07:21 AM

Unterstützt von

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Gold (XAU/USD or GLD)

Kaufen. Schwächere Neueinstellungen in den USA reduzieren die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Fed‑Erhöhung und senken die Opportunitätskosten für renditeloses Gold. Gold notiert nahe einem Zwei‑Wochen‑Hoch und verzeichnet gerade seinen ersten wöchentlichen Anstieg seit fünf Wochen, doch der Dollar hat sich nicht abgeschwächt – deshalb verläuft das Aufwärtspotenzial eher stetig als explosionsartig, was zu einer kontrollierten Long‑Position passt.

Kernrisiko: US-Daten beschleunigen sich wieder und die Märkte preisen eine frühere Fed‑Erhöhung ein; reale Renditen steigen und begrenzen Gold rasch.

Silber (XAG/USD or SLV)

Kaufen. Silber hinkt nach den jüngsten Gewinnen hinter Gold her und reagiert weiterhin auf dasselbe Zins‑/Dollar‑Umfeld. Falls sich die Neubewertung bei Gold fortsetzt, holt Silber typischerweise nach, da es empfindlicher auf Verschiebungen in makroökonomischen Erwartungen und Risikoappetit reagiert.

Kernrisiko: Verschlechtert sich die Industrienachfrage oder stärkt der Dollar erneut, kann Silber möglicherweise nicht mit Gold nach oben folgen.

  • Gold bleibt nahe einem Zwei-Wochen-Hoch, da Fed‑Zinserhöhungserwartungen nach schwachen Beschäftigungsdaten zurückgehen.
  • Dollar dämpft das Edelmetall, Händler warten heute auf die Fed‑Protokolle für Hinweise zur Geldpolitik.
  • JPMorgan sieht begrenzte Goldgewinne wegen schwacher Nachfrage und Risiken durch reale Renditen.

Gold behauptet erneut seine Position, doch dies ist nicht dieselbe Rallye, die das Edelmetall Anfang des Jahres getragen hat. Die jüngste Bewegung wird weniger von Panik als von Umbewertungen angetrieben.

Ein schwächeres US-Arbeitsmarkt‑Signal hat die Befürchtungen verringert, die Fed könnte zu schnell eine weitere Zinserhöhung vornehmen, und verschafft renditelosen Anlagen etwas Luft.

Der Dollar hat sich jedoch nicht abgeschwächt, und das hält die Erholung von Gold eher gedämpft als explosionsartig.

Zinsentspannung stabilisiert das Edelmetall

Spot-Gold notierte am Montag im asiatischen Handel nahe $4.174,66 pro Unze kaum verändert, nachdem es zuvor seinen höchsten Stand seit dem 22. Juni erreicht hatte.

US-Gold-Futures für Augustlieferung stiegen um 1,5 % auf $4.186,70.

Das Metall verzeichnete einen Wochengewinn von mehr als 2 %, seinen ersten Anstieg seit fünf Wochen.

Die Wende folgte auf Anzeichen, dass die Neueinstellungen in der US-Wirtschaft nachlassen, was Händler dazu veranlasste, ihre Erwartungen an eine kurzfristige Fed-Zinserhöhung zurückzuschrauben.

Das ist wichtig, weil Gold keine Zinsen abwirft. Wenn die Märkte höhere Zinsen einpreisen, steigen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold.

Wenn diese Erwartungen sich abschwächen, erhält Gold meist ein Polster.

Dollarstärke begrenzt das Aufwärtspotenzial

Die Rallye stößt weiterhin an eine Obergrenze. Der Dollar legte etwa 0,1 % zu, wodurch Gold für Käufer mit anderen Währungen teurer wird.

Marktstrategen sehen darin den Hauptgrund, warum das Edelmetall den Anstieg der Vorwoche nicht kraftvoller ausweiten konnte.

Die Zinsmärkte implizieren nun etwa 55 % Wahrscheinlichkeit für eine Fed-Erhöhung im September, nach über 60 % vor den jüngsten Arbeitsmarktdaten.

Diese Verschiebung unterstützt Gold, ist jedoch keine vollständige Zurückweisung des Straffungsszenarios der Fed.

Investoren werden sich nun den Protokollen der Fed‑Sitzung vom 16.–17. Juni zuwenden, die am Mittwoch veröffentlicht werden.

Die Veröffentlichung sollte zeigen, wie intensiv die Entscheidungsträger über den Bedarf weiterer Straffung debattierten, bevor der jüngste Rückgang der Ölpreise und schwächere Beschäftigungsdaten die Marktstimmung änderten.

Nachfrageausblick dämpft Prognosen

JPMorgan hat auch einige der aggressiveren Erwartungen an das Edelmetall gedämpft.

Die Bank erwartet, dass Gold im dritten Quartal im Schnitt bei etwa $4.300 pro Unze und im vierten Quartal bei $4.500 liegen wird. Als Gründe nennt sie schwächer als erwartete Nachfrage aus wichtigen Käufersektoren und eine erneute Sensitivität gegenüber realen Renditen.

Das deutet zwar auf Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau hin, ist jedoch keine Prognose eines ungebremsten Anstiegs.

Die Bank sieht zudem Abwärtsrisiken, falls neue US-Daten die Argumente für eine frühere Fed‑Zinserhöhung wiederbeleben.

Andere Edelmetalle gaben nach den jüngsten Gewinnen nach. Silber fiel um 0,6 % auf $62,03 pro Unze, nachdem es zuvor den höchsten Stand seit dem 23. Juni erreicht hatte.

Platin verlor 0,1 % auf $1.636,60, während Palladium um 0,2 % auf $1.271,75 nachgab.