Warum der Barclays-Aktienkurs ein 19-Jahres-Hoch erreicht hat
KI-Sentiment: 82/100 Bullisch
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Kauf von BARC.L. Katalysatoren: starkes Momentum im Investmentbanking (Equity- und Debt‑Advisory), Rückenwind für das Trading durch höhere Volatilität sowie ein klares Kapitalrückführungsprogramm (Rückkäufe + Dividenden) neben hochgesetzter Prognose für die Rendite auf das materielle Eigenkapital 2028 (14%). Die technischen Indikatoren bestätigen die Trendstärke: Ausbruch über 506p, ADX ~36.7 (Momentum), RSI ~70 (bullischer Trend). Thesis-Killer: ein starker Einbruch der Deal‑Aktivität/Trading‑Erträge (Investmentbanking‑Fees und Marktvolatilität), der Barclays zwingt, Rückkäufe und Guidance zu drosseln oder zu streichen.
Kernrisiko: Ein so starker Rückgang der Erträge aus Investmentbanking und Trading, dass die Bank die Guidance nach unten korrigieren und Rückkäufe reduzieren muss.
Kauf von LLOY.L als relativer Gewinner. Sollte Barclays' Outperformance durch den gesamten britischen Zins‑ und Kapitalmarktzyklus getrieben sein, wird der Markt schließlich die Nachzügler neu bewerten. Barclays' Stärke signalisiert auch, dass Investoren bereit sind, für Banken mit glaubwürdigen Kapitalrückführungen höhere Bewertungen zu zahlen; Lloyds dürfte von dieser Multiplerweiterung profitieren, wenn Guidance und Rückkaufserwartungen klarer werden. Thesis-Killer: Die Kreditqualität oder Kapitalausstattung von Lloyds verschlechtert sich (steigende Ausfälle/Wertberichtigungen) und der Markt belohnt britische Banken nicht länger mit höheren Multiples.
Kernrisiko: Die Kreditverluste steigen und Investoren verlieren das Vertrauen in anhaltende Kapitalrückführungen.
- Die Barclays-Aktie ist in den letzten 12 Monaten um 55% gestiegen.
- Das Investmentbanking des Unternehmens profitiert von steigenden M&A‑Transaktionen.
- Das Trading-Geschäft dürfte von der Marktvolatilität profitieren.
Der Barclays-Aktienkurs ist in den letzten Monaten parabolisch gestiegen und hat den höchsten Stand seit 2007 erreicht. Innerhalb der letzten 12 Monate legte er um 55% zu und übertraf damit Top-Pendants wie Lloyds und NatWest, die im gleichen Zeitraum um 52% bzw. 37% zulegten.
Barclays Bank hat zwei zentrale Katalysatoren
Barclays, eine führende globale Bank, schlägt sich dank ihrer Geschäftsstrategie besser als andere britische Banken. Im Gegensatz zu NatWest und Lloyds verfügt Barclays über ein großes Investmentbanking-Geschäft, das derzeit gut läuft.
WSJ-Daten zeigen, dass die Bank zu den besten im Equity-Capital-Markets-Geschäft gehört. In diesem Jahr hat sie bei Transaktionen im Wert von über $24 Milliarden beraten, gegenüber $11 Milliarden zu diesem Zeitpunkt im Vorjahr.
Barclays rangiert auch im Debt-Markt weit oben, wo sie bei Deals im Volumen von über $242 Milliarden beraten hat. Zu diesem Zeitpunkt im Vorjahr lag das Beratungsvolumen bei über $220 Milliarden.
Die WSJ schätzt, dass die Erträge des Investmentbankings bislang bei $1.8 Milliarden liegen, gegenüber $1.6 Milliarden im Vorjahr.
Barclays könnte von den laufenden europäischen M&A-Deals profitieren. Schroders wurde von Nuveen in einem $13.4 Milliarden-Deal übernommen, während EasyJet grundsätzlich einer Übernahme durch Castlelake, ein US-Unternehmen, zugestimmt hat. Diese Übernahme könnte zu weiterer Konsolidierung im europäischen Luftfahrtsektor führen.
Gleichzeitig dürfte das Trading-Geschäft von Barclays in diesem Jahr wegen der gestiegenen Volatilität lebhaft bleiben. Diese Volatilität wurde durch den laufenden KI-Superzyklus und den jüngsten US‑Iran-Konflikt ausgelöst.
Am wichtigsten: Das Kerngeschäft in Großbritannien dürfte von den erhöhten Zinsen profitieren. Die Bank of England (BoE) hat die Zinssätze unverändert bei 3.75% belassen, und Händler gehen davon aus, dass sie in diesem Jahr keine Senkung vornimmt. Banken profitieren üblicherweise in einem Umfeld hoher Zinsen, da sich dadurch ihre Nettozinsmarge verbessert.
Barclays meldete starke Zahlen für das erste Quartal
Die jüngsten Ergebnisse zeigten, dass Barclays im ersten Quartal gut abgeschnitten hat, gestützt durch das Investmentbanking, hohe Zinsen und das Trading-Geschäft. Diese Zahlen ermöglichten die Einleitung eines Aktienrückkaufprogramms im Umfang von £500 million.
Barclays gab einen Nettogewinn von £8.2 billion bekannt, wobei das Ergebnis vor Steuern auf £2.8 billion stieg. Vor allem hat die Bank ihre Prognosen nach oben korrigiert: Die Rendite auf das materielle Eigenkapital für 2028 wird mit 14% angegeben. Zudem erwartet sie, zwischen 2026 und 2028 £15 billion an Investoren zurückzugeben — durch Rückkäufe und Dividenden. Das sind große Zahlen für eine Bank mit einer Marktkapitalisierung von £71 billion.
Die Erträge von Barclays UK wuchsen um 9%, gestützt durch hohe Zinsen und niedrige Ausfallraten, während das UK-Corporate-Banking um 10% zulegte. Das Investmentbanking und das US-Konsumentenbankgeschäft wuchsen jeweils um 4% bzw. 14%.
Technische Analyse des Barclays-Aktienkurses
Quelle: TradingView
Die technische Analyse deutet darauf hin, dass Barclays kurzfristig weiteres Aufwärtspotenzial hat. Die Aktie ist bereits über den wichtigen Widerstand bei 506p gesprungen, dem höchsten Stand seit Februar, was bestätigt, dass die Bullen die Oberhand gewonnen haben. Ein Anstieg über dieses Niveau hat zudem das sich bildende Doppelspitzenmuster aufgehoben.
Der Average Directional Index (ADX) ist auf 36.7 gestiegen, den höchsten Wert seit dem 16. Januar. Ein steigender ADX signalisiert, dass ein Asset Momentum gewinnt. Ähnliches zeigt der Relative-Stärke-Index (RSI), der auf 70 gestiegen ist.
Daher ist der Weg des geringsten Widerstands für die Aktie nach oben, wobei das nächste wichtige Ziel bei 550p liegt.
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