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Kann Gold standhalten, während US‑Iran‑Spannungen Inflation und Fed‑Zinsängste anfachen?

Kann Gold standhalten, während US‑Iran‑Spannungen Inflation und Fed‑Zinsängste anfachen?
Devesh Kumar
08. Juli 2026, 07:07 AM

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Gold kaufen (Spot XAU/USD)

Kaufen Sie Spot‑Gold als Absicherung gegen erneute Risiken im Nahen Osten und hartnäckige Inflation. Der Artikel zeigt, dass die Nachfrage nach sicheren Häfen steigt, Ölpreise und geopolitischer Stress Risikoaufschläge erhöhen und Gold versucht, nach einer Neupreisung in Richtung strafferer Zinsen einen Boden zu bilden. Einstieg nahe den jüngsten Tiefs; bei einem durch die Fed‑Protokolle ausgelösten Rücksetzer, der die Unterstützung nicht bricht, aufstocken.

Kernrisiko: Die Protokolle deuten klar auf zinslockernde Töne hin und die Chancen für Zinserhöhungen brechen ein, wodurch Dollar und Renditen fallen und die Absicherungsnachfrage nach Gold verschwindet.

US‑Dollar verkaufen (UUP)

Verkaufen Sie den US‑Dollar durch eine Short‑Position auf den Invesco DB US Dollar Index Bullish Fund (UUP). Das Szenario ist geopolitischer Schock plus Inflationsängste, doch Gold reagiert bereits auf eine Neupreisung in Richtung strafferer Zinsen; sollten die Fed‑Protokolle kein aggressives Straffungsprogramm bestätigen, dürfte die Dollar‑Stärke nachlassen und Gold eine klarere Kaufnachfrage erhalten.

Kernrisiko: Die Protokolle bestätigen eine restriktivere (hawkishe) Haltung — höhere Zinsen für längere Zeit —, wodurch Renditen und der Dollar gestützt bleiben und eine Rückkehr zum Mittelwert von Gold/Dollar verhindert wird.

  • Gold schwankt, da Angriffe auf Iran Ölpreise, den Dollar und Wetten auf Fed‑Zinsanhebungen befeuern.
  • Fed‑Protokolle rücken Warshs Zinspfad heute für Goldhändler wieder in den Fokus.
  • Silber gewinnt, während Platin und Palladium nachgeben — die Metallmärkte zeigen ein gemischtes Bild.

Die Anziehungskraft von Gold als sicherer Hafen wird von demselben geopolitischen Schock auf die Probe gestellt, der es normalerweise stützen würde.

Das Metall schwankte am Mittwoch zwischen Gewinnen und Verlusten, nachdem frische US‑Angriffe gegen Iran die Ölpreise steigen ließen, den Dollar stärkten und die Befürchtung wieder aufleben ließen, dass die Inflation hartnäckig bleiben könnte.

Damit geriet das Edelmetall in einen schwierigen Trade: Die Nachfrage nach Absicherung steigt, zugleich nehmen die Faktoren zu, die renditelose Anlagen weniger attraktiv machen.

Da die Protokolle der Fed‑Sitzung vom Juni später am Tag erwartet werden, suchen Händler nach Hinweisen darauf, wie Fed‑Vorsitzender Kevin Warsh die Inflationsgefahr einordnet.

Iran‑Angriffe beleben die Inflationswette

Spot‑Gold stieg 0.5% auf $4,125.59 je Unze bis 0305 GMT, nachdem es zuvor auf den niedrigsten Stand seit dem 2. Juli gefallen war. US‑Gold‑Futures mit Lieferung im August gaben 0.5% auf $4,136.30 nach.

Die Bewegung folgte auf eine neue Welle von US‑Militärschlägen gegen Iran, nachdem drei Tanker in der Nähe der Straße von Hormus von Projektilen getroffen worden waren.

Washington entzog außerdem eine Lizenz, die es Iran erlaubt hatte, Öl zu verkaufen, und verschärfte damit den Druck auf einen ohnehin fragilen Waffenstillstand.

Das Öl reagierte schnell. US‑Rohöl sprang im frühen Handel an, US‑Treasury‑Renditen stiegen und der Dollar hielt sich nahe seinen stärksten Werten der Woche.

Für Gold ist das ein gemischtes Bild. Geopolitische Spannungen können die Nachfrage nach sicheren Häfen anheizen, doch höhere Ölpreise können auch die Inflationserwartungen beflügeln und das Argument für eine straffere Geldpolitik stützen.

Dollar und Renditen dämpfen die Goldkurse

Tastylive‑Makroanalysten sehen Gold dabei, nach dem jüngsten Inflationsschreck eine Bodenbildung zu versuchen, nachdem Anleihekurse gefallen und der Dollar gestiegen waren.

Das erklärt die zackige Kursentwicklung. Käufer sind in der Nähe der jüngsten Tiefs weiterhin interessiert, doch der Markt ist noch nicht zuversichtlich genug, um einem klaren Ausbruch hinterherzulaufen.

Die Zinsbewertung hat sich erneut gegen das Edelmetall verschoben. CME FedWatch zeigte Händlern, die der Fed im September etwas über 63% Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung beimessen, gegenüber rund 57% am Dienstag.

Höhere Zinsen belasten Gold normalerweise, weil das Metall keine Erträge liefert und mit verzinslichen Anlagen konkurriert.

Fed‑Protokoll könnte Erwartungen neu setzen

Das FOMC‑Protokoll der Sitzung vom 16.–17. Juni wird genau beobachtet, weil es Warshs erste geldpolitische Sitzung als Fed‑Vorsitzender abdeckt.

Investoren wollen wissen, ob die Zentralbank mehr Sorge vor energiegetriebener Inflation, robuster Nachfrage oder dem Risiko einer Überstraffung hat.

Gold versucht sich nach einem scharfen Rückgang von früheren Rekordhochs zu stabilisieren, doch die nächste Bewegung hängt davon ab, ob das Fed‑Protokoll die jüngste Neupreisung in Richtung strafferer Geldpolitik bestätigt oder abschwächt.