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Micron und SanDisk erholen sich nach Samsung-Ausverkauf; neue Katalysatoren

Micron und SanDisk erholen sich nach Samsung-Ausverkauf; neue Katalysatoren
Vatsala Gaur
09. Juli 2026, 17:39 PM

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Micron (MU)

Kaufen: MU. Die Aktie liegt etwa 32 % unter dem kurz nach den Quartalsergebnissen erreichten Höchststand, doch UBS und Bernstein sehen steigende Memory-Kontraktpreise und globale Memory-Verkäufe auf einem Rekordniveau von $74.6B. Microns $250B+ Ausbau der US-Kapazitäten bis 2035 signalisiert das Vertrauen der Unternehmensführung in eine langfristige Nachfrage nach KI-Speicher, und BofA bezeichnet MU als ihre bevorzugte Memory-Aktie, wobei die Bewertung weiterhin unter dem 10‑fachen der erwarteten künftigen Gewinne liegt.

Kernrisiko: Memory-Preise könnten schneller als erwartet einbrechen, etwa durch eine plötzliche Angebotsflut oder einen Nachfragerückgang infolge sinkender KI-Capex.

SanDisk (SNDK)

Kaufen: SNDK. Die Aktie erholte sich stark zusammen mit dem Sektor, doch der Reuters-Katalysator ist klarer: Meta beginnt ab September mit der Fertigung eines KI-Chips und hat langfristige Liefervereinbarungen geschlossen, die unter anderem SanDisk für Flash-Speicher einschließen. Das stützt eine stabilere Unternehmens- und Storage-Nachfrage, da Hyperscaler weiterhin KI-Rechenzentren bauen, und ist nicht nur auf kurzfristige Handelsdynamik zurückzuführen.

Kernrisiko: Metas Rollout des KI-Chips oder des Storage-Angebots verzögert sich oder reduziert die Flash-Anforderungen, wodurch die Annahme eines langfristigen Angebots-Nachfrage-Gleichgewichts wegfällt.

  • Micron- und SanDisk-Aktien schossen hoch, als Anleger nach dem Ausverkauf auf Rückgänge kauften.
  • Neue Katalysatoren wie Microns Investition und Metas Abkommen mit SanDisk stärkten die Stimmung.
  • Brokerhäuser behalten eine optimistische Sicht auf den Memory-Sektor bei.

Die Aktien von Speicherchips und Speichermedien verzeichneten am Donnerstag eine starke Erholung, nachdem Anleger nach dem scharfen Ausverkauf infolge der Quartalsergebnisse von Samsung Electronics Anfang der Woche wieder in den Sektor zurückgekehrt waren.

Micron Technology stieg um mehr als 7 %, während SanDisk SNDK etwa 7,5 % zulegte.

Western Digital legte um über 7,2 % zu, und Seagate Technology stieg um mehr als 6,5 %, wobei ein erheblicher Teil der Verluste aus dem breiteren Halbleiter-Ausverkauf aufgeholt wurde.

Die Erholung folgt Samsungs vorläufigen Quartalsergebnissen, die trotz besser als erwarteter Zahlen der südkoreanischen Speicher-Größe Gewinnmitnahmen bei globalen Chip-Aktien auslösten.

Die Samsung-Aktie fiel nach der Ergebnisbekanntgabe, als Anleger nach dem starken Kursanstieg Gewinne mitnahmen und weltweit Halbleiter- und KI-aktien nachgaben.

Der Verkaufsdruck war insbesondere in Südkorea stark, wo der Kospi am Mittwoch kurzzeitig in eine technische Bärenmarkt-Region rutschte und 22,8 % gegenüber seinem Höchststand vom 22. Juni verlor.

Aktuelle Branchendaten stärken die Stimmung nach der Korrektur

Trotz der jüngsten Volatilität betrachteten Marktteilnehmer die Korrektur zunehmend als gesunde Gegenbewegung und nicht als Zeichen sich verschlechternder Fundamentaldaten für die KI-Speicherbranche.

Micron war zum Beispiel etwa 32 % von seinem kurz nach den Quartalsergebnissen Ende Juni erreichten Rekordhoch gefallen, was die Aktie für Anleger attraktiv machte, die zum niedrigeren Bewertungsniveau in das KI-Thema einsteigen wollten.

Aktuelle Branchendaten unterstützten ebenfalls die Erholung.

Laut dem Memory Monthly Report von UBS für Juli erreichten die weltweiten Memory-Verkäufe ein Rekordniveau von $74.6 billion, stiegen im Monatsvergleich um 31,7 % und lagen damit 2,8 Prozentpunkte über dem üblichen saisonalen Muster.

Die starke Nachfrage veranlasste sowohl UBS als auch Bernstein dazu, für die kommenden Quartale spürbare Anstiege der Memory-Kontraktpreise vorherzusagen, wobei die beiden Häuser jedoch unterschiedliche Einschätzungen darüber haben, wie lange der aktuelle Aufschwung andauern kann.

Ein weiteres positives Signal für die Branche kam aus Berichten, wonach SK Hynix' bevorstehende US-Notierung auf überwältigende Anlegernachfrage gestoßen ist, was darauf hindeutet, dass institutionelle Investoren trotz der jüngsten Kursvolatilität weiterhin Vertrauen in die langfristigen Aussichten der KI-Speicherlieferanten haben.

Microns Investition stärkt das Vertrauen

Auch die Anlegerstimmung wurde gestärkt, nachdem Micron Pläne ankündigte mehr als $250 billion in den Vereinigten Staaten bis 2035 zu investieren, um die Fertigungskapazitäten für Speicher auszubauen.

Die Investition spiegelt zunehmendes Vertrauen wider, dass die Nachfrage nach High-Bandwidth-Memory und anderen fortschrittlichen Memory-Chips für KI-Server über Jahre hinweg robust bleiben wird.

Die jüngste Zusage stellt eine erhebliche Erhöhung gegenüber dem $200 billion schweren Investitionsplan dar, den Micron im vergangenen Jahr angekündigt hatte und der zuvor bereits nach oben korrigiert worden war.

Meta-Bericht stärkt SanDisk

SanDisk profitierte zudem von einem Reuters-Bericht, wonach Meta Platforms plant, ab September einen Chip für künstliche Intelligenz zu fertigen, um die Rechenkapazität für seine KI-Ambitionen zu erweitern.

Dem Bericht zufolge hat Meta langfristige Liefervereinbarungen mit mehreren Hardware-Anbietern abgeschlossen, um den Ausbau seiner KI-Infrastruktur zu unterstützen.

Zu den Vereinbarungen sollen laut Bericht Samsung Electronics für Memory-Chips, SanDisk für Flash-Speicherprodukte und Sumitomo Electric für Glasfasertechnik gehören, was die anhaltenden Investitionen von Hyperscale-Technologieunternehmen in KI-Rechenzentren unterstreicht.

Der Bericht stärkte die Erwartungen, dass die Unternehmensausgaben für Speicher- und Memory-Produkte hoch bleiben werden, während Unternehmen im Wettlauf um den Aufbau von KI-Infrastruktur stehen.

Wall Street bleibt optimistisch gegenüber dem Memory-Sektor

Auch Brokerhäuser behalten trotz der jüngsten Korrektur eine optimistische Sicht auf den Memory-Sektor bei.

Bank of America bekräftigte kürzlich ihr Kursziel von $1,550 für Micron und bezeichnete das Unternehmen als ihre bevorzugte Memory-Aktie.

Die Bank schätzt, dass Memory nun 35 % bis 40 % der Cloud-KI-Capex ausmacht, etwa zwei- bis dreimal so hoch wie historische Niveaus, während Memory-Aktien weiterhin unter dem 10-fachen der erwarteten künftigen Gewinne gehandelt werden.

Laut dem Unternehmen bleiben Anleger besorgt über die Nachhaltigkeit der Preise, künftige Angebotszuwächse und Kundenkonzentration.

Es ist jedoch der Ansicht, dass der Markt den Übergang der Branche zu längerfristigen Liefervereinbarungen und planbareren Preisen unterschätzt.

Da Memory-Chips für KI-Infrastrukturen zunehmend kritisch werden und sich nicht mehr wie traditionelle Rohstoffprodukte verhalten, erwartet das Brokerhaus, dass sich die Sektorbewertungen im Laufe der Zeit verbessern.