Dow unverändert, S&P 500 und Nasdaq rutschen vor Big‑Tech‑Ergebnissen, Öl zieht an
KI-Sentiment: 35/100 Bärisch
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GE Vernova fiel um etwa 8 % nach einem Gewinnrückgang. Bei ölgetriebener Inflation und der Gefahr höherer Zinsen über einen längeren Zeitraum werden capital‑intensive Energieprojekte verzögert und der Bewertungsdruck steigt. Verkaufen Sie GEV, um schwache Execution zu antizipieren, während sich das makroökonomische Umfeld verschärft.
Kernrisiko: Das Management stellt rasch die Glaubwürdigkeit mit einem starken Ausblick und beschleunigtem Auftragsbestand wieder her, was das Missverhältnis ausgleicht.
- Dow schließt unverändert, Anleger warten auf wichtige Big‑Tech‑Ergebnisse.
- Steigende Ölpreise schüren wieder Inflations‑ und Fed‑Zinsanhebungs‑Bedenken.
- Super Micro steigt um 21 % nach Meldung von über $60B+ neuen KI‑Aufträgen.
Die US-Aktien schlossen am Mittwoch gemischt, da steigende Ölpreise und Zurückhaltung vor einer wichtigen Welle von Unternehmenszahlen die Anlegerstimmung belasteten.
Anleger verfolgten zudem weiterhin die Entwicklungen im Nahen Osten und passten ihre Erwartungen an die Zinspolitik der Federal Reserve an.
Der S&P 500 fiel um 0,1 %, während der Nasdaq Composite um 0,6 % nachgab.
Der Dow Jones Industrial Average schloss kaum verändert und beendete die Sitzung mit einem Minus von 5 Punkten.
Die Märkte konzentrierten sich auf die bevorstehenden Ergebnisse großer Technologiekonzerne: Alphabet und Tesla führen eine genau beobachtete Berichtssaison an, von der neue Erkenntnisse zu Ausgaben für künstliche Intelligenz und der Nachfrage nach Unternehmens‑IT erwartet werden.
Big‑Tech‑Ergebnisse dominieren die Anlegeraufmerksamkeit
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtete sich auf die Quartalsergebnisse von Alphabet und Tesla für das zweite Quartal, die als erste der sogenannten Magnificent Seven in dieser Berichtssaison melden.
Marktteilnehmer suchen Anzeichen dafür, dass fortgesetzte milliardenschwere Investitionen in künstliche Intelligenz in nachhaltiges Wachstum und eine verbesserte Finanzperformance münden.
Technologieunternehmen wie ServiceNow, International Business Machines und Texas Instruments sollten ebenfalls berichten; Anleger dürften Kommentare zu KI-Ausgaben, Cloud‑Nachfrage, Budgets für Enterprise‑Technologie und Ausblicken für das zweite Halbjahr genau verfolgen.
Der Technologiesektor zeigte während der Sitzung eine gemischte Performance.
Halbleiteraktien erholten sich von frühen Verlusten, wobei der Philadelphia Semiconductor Index höher schloss und seine Erholung fortsetzte, nachdem er sich letzte Woche in den Bärenmarkt begeben hatte.
Softwarewerte blieben hingegen unter Druck, da Anleger nach monatelangen starken Kursgewinnen innerhalb des KI‑Sektors selektiver wurden.
Super Micro Computer stieg um 21 %, nachdem der KI‑Serverhersteller stärkere als erwartete Margen für das vierte Geschäftsquartal prognostiziert und bekanntgegeben hatte, im Quartal mehr als $60 billionen an neuen Aufträgen gesichert zu haben.
Das Update trieb auch die Kurse von KI‑Server‑Peer Dell Technologies und Hewlett Packard Enterprise nach oben.
Ölpreis‑Anstieg schürt Inflations‑ und Zinsbedenken
Die Energiemärkte blieben ein treibender Faktor der Handelstimmung: Brent‑Rohöl stieg um rund 3 % und notierte oberhalb von $94 pro Barrel, nachdem es kurzzeitig über $95 gelegen hatte, während West Texas Intermediate etwa 3 % zulegte und über $86 pro Barrel gehandelt wurde.
Beide Benchmarks verzeichneten ihre höchsten Schlussstände seit dem 11. Juni.
Die Ölpreise setzten ihren Anstieg nach der elften aufeinanderfolgenden Runde von US‑Schlägen gegen den Iran und anhaltenden Drohungen gegen die Schifffahrt im Roten Meer und der Straße von Hormus fort.
Höhere Energiepreise haben die Befürchtung erneuert, dass die Inflation erhöht bleiben könnte, was den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve erschweren könnte.
Die Markterwartungen für zusätzliche Zinserhöhungen verschoben sich ebenfalls nach oben.
Aus Fed‑Funds‑Futures ergab sich eine implizierte Wahrscheinlichkeit von 31 % für eine Zinsanhebung in diesem Monat, deutlich erhöht gegenüber 10 % eine Woche zuvor.
Händler rechneten außerdem mit einer 75%igen Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Viertelpunktanhebung im September.
Eine separate Umfrage von Reuters unter Ökonomen deutete darauf hin, dass die Federal Reserve voraussichtlich die Zinsen für den Rest des Jahres 2026 unverändert lassen wird, wobei die Befragten jedoch anmerkten, dass das Risiko künftiger Zinserhöhungen erhöht bleibt.
Unternehmenszahlen sorgen für gemischte Kursreaktionen
Außerhalb des Technologiesektors verzeichneten mehrere Unternehmen nach Quartalsberichten bemerkenswerte Kursbewegungen.
AT&T legte etwa 2 % zu, nachdem das Unternehmen ein stärker als erwartetes Wachstum bei den drahtlosen Abonnenten im zweiten Quartal gemeldet hatte.
Philip Morris International gewann ebenfalls, nachdem eine stärkere Zigarettennachfrage dem Unternehmen geholfen hatte, die Quartalserwartungen zu übertreffen.
GE Vernova fiel hingegen um 8 %, nachdem die Ergebnisse für das zweite Quartal die Markterwartungen verfehlt hatten.
Angesichts erhöhter geopolitischer Risiken und einer beschleunigten Berichtssaison prüfen Anleger weiterhin, ob starke Unternehmenszahlen und anhaltende KI‑Investitionen die aktuellen Aktienbewertungen stützen können – trotz höherer Ölpreise, Inflationssorgen und der Unsicherheit über die künftige Geldpolitik.
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