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Nasdaq-Futures stürzen 240 Punkte — 5 Dinge vor dem Handelsstart in New York

Nasdaq-Futures stürzen 240 Punkte — 5 Dinge vor dem Handelsstart in New York
Devesh Kumar
28. Juli 2026, 12:37 PM

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Buy: Micron (MU)

Micron wird im Memory-/KI‑Ausverkauf am stärksten getroffen (vorbörslich etwa −4,6 %), während der Artikel Chinas Vorstoß als Bewertungsrisiko für die gesamte Branche hervorhebt. Das schafft ein klassisches Setup für einen starken Mean‑Reversion‑Trade: MU ist am stärksten überverkauft, und jeder „Earnings‑Reset“, der bestätigt, dass die Nachfrage intakt ist, dürfte eine rasche Erholung der Bewertungsmultiples im Memory‑Segment auslösen. Kaufen Sie MU für eine Erholung in Richtung des 50‑Tage‑Bereichs und eine breitere Erholungsrallye bei Memory‑Titeln.

Kernrisiko: Microns nächste Ergebnisprognose bestätigt, dass die Nachfrage nachlässt und die Preissetzungsmacht schneller zusammenbricht, als der Markt erwartet.

Sell: Applied Materials (AMAT)

Applied Materials fiel um etwa 3,5 % im Zuge des Rückzugs bei Nvidia und der breiteren Chipbranche, wobei der Kernpunkt des Artikels die Frage ist, ob Ausgaben für Rechenzentren schnell genug Renditen erwirtschaften können. Wenn die Quartalszahlen der Big‑Tech‑Unternehmen nicht zeigen, dass KI‑CAPEX in Umsatz umgesetzt wird, werden Anleger zuerst die Erwartungen an Ausrüstungsinvestitionen zurückschrauben. Short AMAT (oder Long‑Positionen verkaufen/vermeiden), da das Unternehmen an CAPEX‑Zyklen gekoppelt ist und hinterherhinken dürfte, falls der Markt vom KI‑Ausbau zur KI‑Effizienz umschwenkt.

Kernrisiko: Quartalszahlen und Ausblicke der Big‑Tech‑Unternehmen bestätigen eindeutig anhaltende KI‑CAPEX, wodurch die Nachfrage nach Halbleiterausrüstung intakt bleibt.

  • Nasdaq‑Futures fallen um 0,69 %, da Chipaktien den weltweiten KI‑Ausverkauf fortsetzen.
  • Micron rutscht um 4,6 %, während Investoren die Renditen massiver KI‑Ausgaben infrage stellen.
  • Die Quartalszahlen der Big Tech‑Unternehmen und die Fed‑Entscheidung werden die nächste Marktphase prägen.

Die Wall Street stand am Dienstag vor einem gespaltenen Handelsauftakt, da erneute Sorgen über die Kosten des KI-Booms die Chipwerte drückten und den Nasdaq hinter dem breiteren Markt zurückließen.

Die US-Futures zeigten ein gemischtes Bild: Die Futures auf den S&P 500 gaben um 0,10 % nach, die Nasdaq-100-Futures fielen um 0,83 %, während die Dow-Futures um 145 Punkte bzw. 0,28 % zulegten.

Der Ausverkauf breitete sich aus Asien aus, nachdem südkoreanische und taiwanesische Technologiewerte schwere Verluste verzeichnet hatten.

Investoren fragen, ob Hunderte Milliarden Dollar, die in Rechenzentren und Halbleiter gesteckt wurden, schnell genug Renditen erwirtschaften können, um die erhöhten Bewertungen vor den Zahlen der Big-Tech-Unternehmen zu rechtfertigen.

5 Dinge, die man vor dem Handelsstart an der Wall Street wissen sollte

1. Micron führt erneuten Rücksetzer bei Chipwerten an

Micron fiel im vorbörslichen Handel um 4,6 %, Applied Materials verlor 3,5 % und Nvidia gab 1,1 % nach.

An der US-Börse notierte Aktien von SK Hynix und TSMC fielen um 4 % bzw. 2,6 %.

Die Verluste folgten auf eine heftige asiatische Sitzung, in der Südkoreas Kospi um 10,8 % einbrach, wobei SK Hynix um 14,7 % fiel, da Verkäufe sich über Memory- und KI-verbundene Titel ausbreiteten.

2. Chinas Wettbewerb wird zum Bewertungsrisiko

Die jüngsten Sorgen betreffen nicht nur die Ausgaben.

Berichte, dass China mit der Massenproduktion domestisch entwickelter tief‑ultravioletter Chipproduktionsanlagen begonnen habe, verstärkten die Befürchtung, dass günstigere Modelle und lokale Halbleiterkapazitäten die Preissetzungsmacht etablierter Zulieferer untergraben könnten.

Einige Analysten hielten den Ausverkauf für übertrieben und argumentierten, dass führende globale Chiphersteller nach wie vor erhebliche Technologie‑ und Größenvorteile besitzen.

Dennoch zwingt Chinas Fortschritt Investoren dazu, zu überdenken, wie lange die heutigen Margen und Marktanteile gehalten werden können.

3. Big Tech muss die KI‑Ausgaben rechtfertigen

Microsoft und Meta berichten nach Börsenschluss am Mittwoch, gefolgt von Amazon und Apple am Donnerstag.

Der Markt wird sich auf Cloud‑Wachstum, Investitionsausgaben und Hinweise konzentrieren, dass KI‑Produkte schnell genug Umsätze generieren, um die Kosten für Rechenzentren, Chips und Energie auszugleichen.

Die vier Aktien lagen vor Handelsbeginn nur leicht höher, was darauf hindeutet, dass Anleger zögerten, vor den Quartalszahlen größere Positionen einzugehen.

4. Bei Halbleitern ist der Schaden nicht mehr oberflächlich

Der Philadelphia Semiconductor Index ist seit seinem Rekord im Juni um mehr als 20 % gefallen und erfüllt damit die übliche Definition eines Bärenmarkts.

Der Memory‑Chip‑ETF von Roundhill rutschte um 6,6 % und liegt seit zwei Wochen unter seinem 50‑Tage‑Durchschnitt.

Diese technische Schwäche erhöht das Risiko, dass Erholungen Verkäufer anziehen, bis die Quartalszahlen die Erwartungen an Nachfrage und Investitionen in KI‑Infrastruktur neu setzen.

5. Fed und billigeres Öl bieten ein Gegengewicht

Die Federal Reserve begann am Dienstag ihre zweitägige Sitzung und wird ihre Entscheidung am Mittwoch um 14:00 Uhr ET bekanntgeben.

Die Märkte schrieben einer sofortigen Zinserhöhung eine Wahrscheinlichkeit von 37,4 % zu, erwarten aber weiterhin mindestens 25 Basispunkte Straffung bis zum Jahresende.

Öl fiel um 2,8 % auf ein Wochen‑Tief, da die US‑Iran‑Pause anhielt und damit etwas Inflationsdruck dämpfte.

Die Erleichterung bleibt jedoch fragil, nachdem neue Drohnenvorfälle in der Region die Bedrohung der Energieinfrastruktur weiter in den Fokus rückten.