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Warum die Nvidia-Aktie heute rund 2% fällt

Warum die Nvidia-Aktie heute rund 2% fällt
Utkarsh Roshan
29. Juli 2026, 17:22 PM

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NVDA-Kauf aufgrund ergebnisbedingter Verunsicherung

Kaufen: Nvidia (NVDA). Der Ausverkauf wird durch makrobedingte Faktoren (Öl/Geopolitik/Zinsen) und Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-Ausgaben angetrieben, nicht durch einen klaren Nachfrageeinbruch. Da NVDA weiterhin unter $200 notiert, kauft man in eine Sentiment-Neubewertung vor den Capex-Aussagen von Microsoft/Meta/Amazon ein, die klären sollten, ob Hyperscaler die Finanzierung von KI-Infrastruktur fortsetzen. Wenn die Prognosen Bestand haben, erscheint der Rücksetzer von NVDA wie eine Überreaktion.

Kernrisiko: Hyperscaler kürzen ihre KI-Investitionsausgaben oder verschieben GPU-Bestellungen, womit sich nachweist, dass die Ausgaben für KI-Infrastruktur deutlich nachlassen.

Semis-ETF: kurzfristiger Ausverkauf klingt ab

Verkaufen Sie den iShares Semiconductor ETF (SOXX) oder gehen Sie short auf einen Halbleiterkorb (z. B. SOXX). Der Artikel weist auf eine breite Sektorschwäche (~-10% in vier Sitzungen) sowie auf zunehmenden Wettbewerbsdruck aus China und auf Fragen zur Kapitalrendite (ROI) von KI hin. Durch Öl ausgelöste Risk-off-Phasen können den Druck auf hochbewertete Chipwerte aufrechterhalten, bis die Ergebnisberichte die Belastbarkeit der Nachfrage bestätigen.

Kernrisiko: Die Ergebnisse großer Technologieunternehmen bestätigen eine starke Beschaffung von KI-Hardware, was eine sektorenweite Erholung auslöst und Short-Positionen stark unter Druck setzt.

  • Nvidia-Aktien fielen, als Halbleiterwerte einen breit angelegten Sektor-Ausverkauf ausweiteten.
  • Anleger warten auf Big-Tech-Gewinnberichte, um neue Signale für KI-Ausgaben zu erhalten
  • ARK Invest kaufte Nvidia-Aktien nach dem jüngsten Rücksetzer.

Die Nvidia-Aktie NVDA fiel am Mittwoch um rund 2% und setzte damit einen jüngsten Ausverkauf bei Halbleiteraktien fort, da Anleger steigende geopolitische Spannungen, höhere Ölpreise und zunehmende Zweifel an der Nachhaltigkeit der Ausgaben für künstliche Intelligenz abwogen.

Die Aktie notierte bei rund $192 und blieb damit unter der psychologisch wichtigen Marke von $200.

Der Gesamtmarkt geriet ebenfalls unter Druck, nachdem die Ölpreise im Vorfeld der jüngsten Zinsentscheidung der Federal Reserve stark gestiegen waren.

Der Dow Jones Industrial Average verlor 853 Punkte, bzw. 1.6%, während der S&P 500 um 0.9% nachgab. Der Nasdaq Composite fiel um 1.2%.

Halbleiteraktien bleiben unter Druck

Halbleiteraktien setzten ihre jüngsten Verluste fort, wobei der iShares Semiconductor ETF um mehr als 4% nachgab.

Der Sektor ist in den letzten vier Handelstagen um rund 10% gefallen, da Anleger die Renditen schwerer KI-Infrastrukturinvestitionen neu bewerten und die zunehmende Konkurrenz aus China beobachten.

Micron Technology verlor 5%, während Advanced Micro Devices ebenfalls um mehr als 5% nachgab.

Die jüngste Marktschwäche fiel mit einem erneuten starken Anstieg der Ölpreise zusammen, nachdem Präsident Donald Trump gegenüber Fox News erklärt hatte, die USA würden Iran nach überraschenden Angriffen "hart" treffen.

West Texas Intermediate-Rohöl-Futures stiegen um 6.9% auf $89.88 je Barrel.

Big Tech-Gewinnberichte im Fokus

Die Anleger richten ihr Augenmerk auf die Quartalsergebnisse von Microsoft, Meta Platforms, und Amazon, da von den Berichten neue Erkenntnisse über das Tempo der Investitionen in künstliche Intelligenz erwartet werden.

Die Prognosen für Investitionsausgaben werden genau beobachtet, da sie als Frühindikator für die zukünftige Nachfrage nach Nvidias Grafikprozessoren gelten.

Anleger werden auch nach Kommentaren zur Beschaffung von KI-Hardware suchen, da große Technologieunternehmen weiterhin kundenspezifische Prozessoren mit Partnern wie Broadcom für bestimmte Workloads entwickeln.

Während kundenspezifische Chips in der Regel dazu entwickelt werden, Nvidias Grafikprozessoren zu ergänzen statt zu ersetzen, prüfen Anleger weiterhin, ob eine breitere Einführung die Abhängigkeit von Drittanbietern allmählich verringern könnte.

Von den Gewinnberichten wird erwartet, dass sie Aufschluss darüber geben, ob hyperskalige Technologieunternehmen beabsichtigen, ihr derzeitiges Tempo bei Investitionen in KI-Infrastruktur beizubehalten.

ARK Invest kauft beim Rücksetzer

Trotz des jüngsten Ausverkaufs erhöhte Cathie Woods ARK Invest seine Nvidia-Position.

Der Flaggschiff-ETF der Gesellschaft, der ARK Innovation ETF, kaufte am Dienstag 78,965 Nvidia-Aktien im Wert von rund $15.5 Millionen.

Der Kauf erfolgte einen Tag, nachdem Nvidia um 5% gefallen war, angesichts von Anlegerbedenken in Bezug auf mehr als $750 Milliarden gemeldeter KI-Infrastruktur-Finanzierungsinitiativen, an denen OpenAI und andere Partner beteiligt sind.

ARK fügte während der Dienstagssitzung außerdem Aktien von Tesla und Intuitive Machines hinzu.

Der Kauf spiegelt ARKs Strategie wider, Positionen nach starken Kursrückgängen zu erhöhen, während Investoren weiterhin darüber debattieren, ob erhöhte Ausgaben für KI-Infrastruktur ausreichende langfristige Renditen erzielen werden, um die aktuellen Investitionsniveaus zu rechtfertigen.