FTSE 100 setzt sich ab, Bergbaukonzerne ziehen an, während Europa nachhinkt

KI-Sentiment: 68/100 Bullisch
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Kaufen Sie Antofagasta (ANTO) und Fresnillo (FRES) als Korb. Der Artikel weist auf die Stärke von Gold/Silber bei einem schwächeren Dollar und die wachsende Sorge über US-Haushaltsdefizite hin – genau die Konstellation, die die Nachfrage nach Edelmetallen festigt. Der FTSE 100 in London wird bereits von Minenwerten angeführt, daher kaufen Sie die Gewinner, solange der makroökonomische Rückenwind noch intakt ist. Thesis killer: eine deutliche USD-Erholung und eine Umkehr bei Gold/Silber, die die Edelmetallanfrage auslöscht.
Kernrisiko: Gold und Silber fallen schnell (häufig infolge eines stärkeren Dollars oder einer stärkeren Risikoneigung), wodurch der Rückenwind für Minen entfällt.
Kaufen Sie FTSE-100-Exposure (z. B. iShares FTSE 100 ETF, Ticker: ISF) und verkaufen Sie breite Europa-Exposure (z. B. iShares STOXX Europe 600 ETF, Ticker: IEUR). Der FTSE 100 übertrifft, weil er rohstofflastig ist (Minenswerte/Energie), während der Stoxx 600 aufgrund des Stresses am Anleihenmarkt auf dem Weg zu einem zweiten Wochenrückgang in Folge ist. Dies ist eine saubere Möglichkeit, „Commodities gewinnen, Growth-Europa verliert“ auszudrücken, ohne jeden Einzeltitel auszuwählen. Thesis killer: Der europäische Anleihenstress lässt schnell nach und Wachstums-/Technologiewerte werden neu bewertet, wodurch sich die Performance-Lücke verengt.
Kernrisiko: Die Renditen fallen und Europas Wachstumsaktien erholen sich, wodurch der rohstoffgetriebene Vorteil des FTSE 100 zunichtegemacht wird.
- FTSE 100 steigt um 0,22%, da Minenwerte von stärkeren Gold- und Silberpreisen profitieren.
- Antofagasta und Fresnillo führen die FTSE-Gewinne an, da ein schwächerer Dollar die Metallpreise stützt.
- Anleiherenditen und Brent nahe $94 halten den Inflationsdruck auf europäischen Aktien aufrecht.
Der FTSE 100 zog am Freitag leicht an und übertraf damit einen überwiegend zurückhaltenden europäischen Markt, da eine Rallye bei in London gelisteten Minenwerten Sorgen über steigende Staatsanleiherenditen und teures Öl ausglich.
Der britische Leitindex lag im morgendlichen Handel um 0,22% im Plus, während auch der FTSE 250 moderat zulegte.
Andernorts stiegen der DAX und der französische CAC 40 um rund 0,1%, während der breitere Stoxx Europe 600 Richtung suchte und auf Kurs für den zweiten Wochenrückgang in Folge blieb.
Der Kontrast begünstigt den FTSE 100 durch seine starke Rohstoffexponierung, während viele europäische Märkte mit den Folgen höherer Finanzierungskosten und wieder steigendem Inflationsdruck ringen.
Bergbauwerte verschaffen dem FTSE 100 einen Vorteil
Minentitel lieferten den größten Teil der Stützung in London, da Edelmetalle bei einem schwächeren Dollar und wachsender Sorge um die US-Fiskalpolitik zulegten.
Antofagasta stieg um mehr als 4%, Fresnillo legte um rund 4% zu und Anglo American gewann fast 3%, womit Minenunternehmen zu den besten Werten im FTSE 100 zählten.
Gold notierte über $4.550 pro Unze und blieb auf Kurs für den dritten Wochengewinn in Folge.
Analysten von Jefferies sehen Anleger weiterhin die Folgen wachsender Haushaltsdefizite, hoher Staatsverschuldung und möglicher Währungsabwertung unterschätzen.
Diese Sorgen haben die Nachfrage nach Gold und Silber gestützt und damit einen direkten Rückenwind für den bedeutenden Minensektor Londons geschaffen.
Stress am Anleihenmarkt begrenzt Europas Aufwärtspotenzial
Das größere Hindernis für Aktien bleibt der globale Anleihenmarkt.
Die Renditen 30-jähriger US-Treasuries kletterten wieder Richtung 5,25%, während die 10-jährigen auf etwa 4,7% zusteuerten und damit einen Großteil des Rückgangs vom Mittwoch wieder ausglichen, nachdem Washington sein Programm zum Rückkauf längerfristiger Staatspapiere ausgeweitet hatte.
Das US-Finanzministerium plant, das Volumen der liquiditätsstützenden Rückkäufe für langfristige Schuldtitel mindestens zu verdoppeln, doch Anleger bleiben auf die zugrundeliegenden fiskalischen Belastungen fokussiert.
Die US-Bundesschuld hat die Marke von $40 Billionen überschritten und das Haushaltsdefizit liegt weiterhin über 6% des BIP.
Marktdaten zufolge bleiben Anleger davon unüberzeugt, dass das Rückkaufprogramm groß genug ist, um diese Fundamentaldaten zu verändern, wodurch langfristige Finanzierungskosten anfällig für erneute Verkäufe bleiben.
Höhere Renditen sind für europäische Aktien relevant, weil sie die Unternehmensfinanzierungskosten erhöhen und die relative Attraktivität zukünftiger Gewinne verringern – insbesondere bei hoch bewerteten Technologie- und Wachstumsaktien.
Öl und Iran halten das Inflationsrisiko im Fokus
Energiepreise sorgen für eine weitere Komplikation.
Brent-Rohöl notierte bei rund $93,50 je Barrel nach einem Einmonats-Hoch von $94,71, während WTI über $86 blieb.
Die Bewegung folgte härterer US-Rhetorik gegenüber Iran und anhaltender Unsicherheit über die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz.
US-Finanzminister Scott Bessent hat signalisiert, dass Washington plant, den wirtschaftlichen Druck auf Teheran zu verstärken, wodurch die Erwartungen an einen schnellen diplomatischen Durchbruch sinken.
Für den FTSE 100 sind höhere Rohstoffpreise ein zweischneidiges Schwert.
Sie stützen Minen- und Energieunternehmen, doch anhaltende Ölpreisstärke könnte die Inflation in Großbritannien und weltweit erhöht halten und den Weg zu niedrigeren Zinssätzen verlangsamen.

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