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Warum hält Gold bei $4,400 trotz Renditen von rund 4.84%?

Warum hält Gold bei $4,400 trotz Renditen von rund 4.84%?
Devesh Kumar
10. Sept. 2026, 07:25 AM

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Gold (XAU/USD)

Spot-Gold oder Dezember-Gold-Futures kaufen. Der Dollar ist schwach, obwohl die 10-jährigen Renditen bei rund 4.84% notieren, sodass Gold durch FX gestützt wird, während Inflationsdaten den Fed-Pfad entscheiden. Da die Märkte ~60% Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung im September einpreisen, ist Gold bei jeder CPI/PPI-Enttäuschung (insbesondere im Kern) für starke Kursgewinne positioniert. Auch die strukturelle Unterstützung ist real: Zentralbanken kaufen weiter (China führt), und fiskalische Sorgen stützen Gold.

Kernrisiko: Ein heißerer als erwarteter CPI/PPI, der den Dollar stärkt und die Fed zu einer strafferen Haltung zwingt, reale Renditen steigen lässt und die derzeitige Unterstützung von Gold durchbricht.

US Dollar Index (DXY)

DXY verkaufen (oder USD-Puts kaufen / USD gegen JPY shorten). Der Kernpunkt des Artikels ist, dass die Renditen stiegen, der Dollar jedoch nicht—weil sich die Zinserwartungen Richtung Japan verschieben, während die Fed als pausierend angesehen wird. Diese Diskrepanz setzt den Dollar unter Druck. Wenn die Inflationsdaten kein Ausreißer sind, bleibt der Dollar wahrscheinlich gedeckelt, was Gold stützt und Trades auf USD-Stärke belastet.

Kernrisiko: Inflationsüberraschungen, die eine hawkische Fed-Erzählung wiederbeleben und eine breite Dollar-Rallye auslösen, die die Japan-/Fed-Zinsdifferenz-Geschichte übertönt.

  • Gold notiert nahe $4,400, da ein schwächerer Dollar höhere US-Anleiherenditen ausgleicht.
  • PPI und CPI könnten entscheiden, ob die Fed nächste Woche die Zinsen anhebt.
  • Zentralbankkäufe und US-Verschuldungsbedenken sorgen für anhaltende Gold-Unterstützung.

Die Goldpreise notierten am Donnerstag um $4,400 je Unze, da ein schwächerer US-Dollar den Druck durch erhöhte Treasury-Renditen ausglich und die Anleger auf Inflationsdaten konzentrierte, die die Debatte über die Fed-Entscheidung nächste Woche entscheiden könnten.

Der Spotpreis für Barren blieb im asiatischen Handel nach Gewinnen in der vorherigen Sitzung bei rund $4,400 nahezu unverändert, während die Dezember-US-Gold-Futures nahe $4,457 notierten.

Der Dollar blieb in der Nähe eines Dreiwochentiefs, was dem Gold half, obwohl die 10-jährige Treasury-Rendite bei rund 4.84% handelte, nahe ihrem höchsten Stand seit 2023.

Dollar-Schwäche dämpft den Renditenschock

Normalerweise wären steigende Treasury-Renditen ein klarer Nachteil für Gold, weil Anleger mit Staatsanleihen mehr verdienen können. Diese Woche jedoch hat der Dollar es versäumt, parallel zu den Renditen zu stärken.

Der Stratege Filip Andersson von Danske Bank sagte Barron’s, dass Erwartungen auf eine Zinserhöhung der Bank of Japan, kombiniert mit der Möglichkeit, dass die Fed in der Wartestellung bleibt, den Dollar gegenüber dem Yen schwächer gemacht haben.

Diese Währungsschwäche hat Gold einen wichtigen Ausgleich verschafft, weil dollarpreisiges Barren für Käufer mit anderen Währungen billiger wird.

Peter Grant, Stratege bei Zaner Metals, sagte dem Wall Street Journal, dass ein heißerer Inflationsbericht dieses Gleichgewicht schnell verändern könnte, indem er den Dollar stärkt und die Fed zu einer hawkischeren Haltung ermutigt.

Schwächere Daten würden dem Gold wahrscheinlich weitere Unterstützung geben.

PPI und CPI entscheiden jetzt den September-Fed-Handel

Die Erzeugerpreise für August werden am Donnerstag um 8:30 Uhr ET erwartet, gefolgt von den Verbraucherpreisen am Freitag zur gleichen Zeit.

Die Märkte schreiben einer Anhebung der Fed um einen Viertelpunkt in der nächsten Woche eine Wahrscheinlichkeit von rund 60% zu, wodurch Gold ungewöhnlich empfindlich auf selbst eine moderate Inflationsüberraschung reagiert.

Die Ökonomen erwarten, dass die Headline-CPI im August um 0.4% steigt, während die Kernpreise um 0.2% zulegen.

Ein festerer Kernwert könnte das Argument für eine weitere Zinserhöhung stärken, während schwächere Inflation den Entscheidungsträgern mehr Raum zum Abwarten gäbe.

Der Öl-Schock verkompliziert diese Perspektive. Brent bleibt nach eskalierenden Kämpfen im Nahen Osten über $100, was das Risiko erhöht, dass Energiepreise die Headline-Inflation hoch halten, selbst wenn die zugrundeliegenden Preisdrucke nachlassen.

Fiskalische Sorgen stützen Gold zusätzlich

Über die Fed-Entscheidung der nächsten Woche hinaus profitiert Gold auch von Sorgen über die fiskalische Nachhaltigkeit der USA und von fortgesetzter Diversifizierung der Reserven.

Die Staatsverschuldung hat $40 trillion überschritten, was die Debatte darüber verschärft, wie leicht die Finanzmärkte die wachsende Treasury-Emission aufnehmen können.

Eine Studie des MIT-Ökonomen Ricardo Caballero deutete darauf hin, dass sehr hohe Schuldenemissionen die Prämie erhöhen können, die Investoren verlangen, um Staatsanleihen zu halten.

Zentralbanken bleiben eine weitere strukturelle Nachfragesäule.

Der World Gold Council sagte, offizielle Käufer hätten im Juli netto 23 Tonnen hinzugefügt, wobei China und Polen zu den größten Käufern zählten. China allein fügte im Monat 20 Tonnen hinzu.