Dow-Futures stürzen um 250 Punkte: 5 Fakten vor Öffnung der Wall Street

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Kauf von Occidental Petroleum (OXY). Brent über $108 und WTI über $103 aufgrund von Lieferungsrisiken aus dem Nahen Osten sollten die Ergebnishebelwirkung der Energieunternehmen stark halten und das Narrativ von Inflationssorgen stützen, das zinssensitive Aktien belastet und Ölproduzenten begünstigt.
Kernrisiko: Die Ölpreise brechen ein, weil eine Lösung der Angebotsprobleme (oder ein Nachfrageschock) Brent wieder in den niedrigen 90-Dollar-Bereich drückt.
Verkauf von SPDR S&P 500 ETF (SPY). Dass die Rendite der zehnjährigen Anleihe über 5 % steigt und eine Fed-Erhöhung womöglich nur den Anfang darstellt, hält den Diskontsatz hoch und macht Aktien gegenüber Treasuries weniger attraktiv. Dies ist ein breiter Gegenwind und nicht nur eine Tech-Geschichte.
Kernrisiko: Die Fed signalisiert eine klare Wende zu einer lockereren Politik (oder die Renditen fallen schnell wieder unter 5 %), wodurch der Druck durch den höheren Diskontsatz umgekehrt würde.
- US-Futures fallen, da Öl und 5%-Renditen die Wall Street heute belasten.
- Wahrscheinlichkeit für Fed-Zinserhöhung über 90 % rückt Mittwochens Entscheidung in den Fokus.
- Alphabet und Microsoft rutschen vorbörslich ab, da KI-Unsicherheit Megacaps trifft.
Die US-Aktien-Futures fielen am Dienstag, da Anleger mit einer schwierigen Kombination aus stark steigenden Ölpreisen, einer 5 %igen Rendite bei US-Staatsanleihen und anhaltender Unsicherheit über die Nachhaltigkeit des KI-Tradings konfrontiert waren.
Die Dow-Futures sackten um rund 250 Punkte bzw. 0,65 %, während die Futures auf den S&P 500 und den Nasdaq 100 um etwa 0,5 % bzw. 0,6 % nachgaben.
Der vorsichtige Ton folgte den Verlusten vom Montag, als der S&P 500 um 0,48 % fiel und der Nasdaq um 0,56 % nachgab, wobei Halbleiterwerte den Großteil eines KI-getriebenen Ausverkaufs abbekamen.
Brent stieg über $108 je Barrel, während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen den höchsten Stand seit 2007 erreichte.
5 Dinge, die Sie vor Handelsbeginn an der Wall Street wissen sollten
1. Die Fed beginnt ein Meeting, bei dem eine Zinserhöhung weitgehend eingepreist ist
Die Federal Reserve startet am Dienstag ihr zweitägiges Treffen, wobei die Futures-Märkte einer etwa 92%igen Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung um 25 Basispunkte am Mittwoch einräumen. Eine solche Maßnahme wäre die erste Zinserhöhung seit Juli 2023.
Die größere Frage ist, was danach folgt.
Ökonomen bei Deutsche Bank und JPMorgan sehen Spielraum für weitere Erhöhungen vor Jahresende, weshalb die Hinweise von Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh zum künftigen Zinsverlauf potenziell wichtiger sein könnten als die Entscheidung am Mittwoch selbst.
2. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe steigt über 5 %
Die Benchmark-Rendite der zehnjährigen US-Anleihe kletterte auf rund 5,03 %, den höchsten Stand seit 2007, und verlängerte einen Anleihen-Ausverkauf, der von Inflationssorgen und Erwartungen strafferer Geldpolitik getrieben wird.
Für Aktien erhöht dieser Anstieg den Diskontsatz, der auf künftige Gewinne angewendet wird, und bietet Anlegern eine attraktivere risikofreie Alternative zu Aktien.
Marktstratege Patrick Munnelly sagte gegenüber MarketWatch, dass erhöhte Inflation den Zentralbanken die Möglichkeit einschränke, Anlegern geldpolitische Entlastung zu verschaffen.
3. Öl über $108 verschärft ein weiteres Inflationsproblem
Brent-Öl stieg um mehr als 2 % auf rund $108 je Barrel, während WTI über $103 kletterte, da erneute Angriffe auf saudische Infrastruktur die Sorgen um die Versorgung aus dem Nahen Osten verstärkten.
Die Saudi East-West-Pipeline bleibt außer Betrieb und gefährdet eine Route, die hilft, die Straße von Hormuz zu umgehen.
Steigende Energiekosten wirken weit über Ölaktien hinaus, weil sie die Gesamtinflation hochhalten könnten, gerade während die Fed erneute Straffungen in Erwägung zieht.
4. KI-Aktien bleiben nach dem Ausverkauf am Montag unter Beobachtung
Alphabet und Microsoft fielen vorbörslich um mehr als 1 %, während Nvidia kaum verändert war, nachdem die Halbleiterwerte am Montag deutliche Verluste verzeichnet hatten.
Der Ausverkauf folgte Aufrufen ranghoher Vertreter der Tech-Branche, die Entwicklung fortgeschrittener KI-Systeme aus Sicherheitsgründen zu verlangsamen.
Die Anlageimplikationen bleiben jedoch unklar.
Analysten bei JPMorgan und Jefferies erklärten, dass es weiterhin keine klaren Hinweise darauf gebe, dass die Investitionen in KI-Infrastruktur selbst nachließen.
Diese Unterscheidung ist nach dem Rückgang des PHLX-Halbleiterindex um 5,9 % am Montag entscheidend.
5. Schwäche bei Bitcoin trifft Krypto-Aktien, während Energiewerte profitieren
Bitcoin fiel um fast 3 % auf rund $76.800 und zog Coinbase und Strategy vorbörslich um mehr als 4 % nach unten.
Dave & Buster’s brach um etwa 14 % ein, nachdem die Quartalszahlen anhaltenden Druck auf die Unterhaltungskette zeigten.
Energieaktien bewegten sich in die entgegengesetzte Richtung. Halliburton, Occidental Petroleum und Marathon Petroleum gewannen vor Handelsbeginn, da Anleger sich auf stärkere Ergebnishebelwirkungen durch Rohölpreise in der Nähe mehrjähriger Hochs positionierten.

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