Probleme für den Dollar stehen bevor, warnt der Geschäftsführer von Wells Fargo

Probleme für den Dollar stehen bevor, warnt der Geschäftsführer von Wells Fargo
Gannicus Oliver
07. Aug. 2020, 20:10 PM
  • Die Dollarschwäche könnte sich noch verstärken. Interessanterweise sieht sie anders aus als ein Absturz.
  • Laut Schumacher wird die US-Notenbank weiterhin Anleihen auf dem aktuellen Niveau kaufen.
  • Experten sind skeptisch gegenüber ausländischen Investoren, die sich zum Kauf von US-Vermögenswerten beeilen.

Nach Ansicht von Michael Schumacher, Geschäftsführer des führenden amerikanischen multinationalen Finanzdienstleistungsunternehmens Wells Fargo, wird der Dollar weiter an Wert verlieren. Dagegen prognostiziert er eine Stärkung der Anleihen.

Schumacher macht die jüngste Zinsentscheidung der US-Notenbank neben ihrer lockeren Haltung für die Abschwächung des Dollars verantwortlich.

Laut dem Geschäftsführer von Wells Fargo sind die fiskalischen und massiven monetären Anreize, die zur Minderung des pandemischen Einflusses der COVID-19 auf die US-Wirtschaft skizziert wurden, die Hauptursache.

Schumacher sagte:

Er fügte hinzu,

Der Dollar-Index steht seit Juni 2018 auf dem niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Sein Absturz ist zu einem Hauptthema in der multimedialen Finanznachrichtensendung von CNBC geworden. Er wird nicht nur von Trading Nation, sondern auch von Experten auf allen Finanzkanälen diskutiert.

Im Juni dieses Jahres warnte Stephen Roach, ehemaliger Vorsitzender von Morgan Stanley Asia, dass der Dollar die Inflation ankurbeln könnte, nachdem er in den nächsten Jahren um 35% fallen würde.

Der Geschäftsführer der Wells Fargo vermutet jedoch, dass diese Situation zu weiteren Rückgängen bei der Rendite der 10-jährigen US-Bundesanleihe führen wird. Schumacher hält an seinem ursprünglichen Ausblick fest, dass er ausbrechen wird.

US-Notenbank wird das Niveau der Anleihenkäufe konstant halten

Laut Schumacher wird die US-Notenbank weiterhin Anleihen auf dem aktuellen Niveau kaufen. Wells Fargos Geschäftsführer weist darauf hin, wie wichtig mehr lokale Käufer sind, damit die Renditen niedrig bleiben.

Schumacher ist skeptisch hinsichtlich ausländischer Investoren, die sich zum Kauf von US-Vermögenswerten beeilen, während der Dollar weiter an Wert verliert.

Können Anleger von der Dollarschwäche profitieren?

Meiner persönlichen Meinung nach ist das Szenario des fallenden Dollars in vielerlei Hinsicht unglücklich, aber Anleger können sich sozusagen rächen.

Wenn Sie beispielsweise ein US-Investor sind, investieren Sie lieber in Aktien multinationaler Unternehmen mit Sitz in den USA, die einen bedeutenden Teil ihrer Einnahmen im Ausland erzielen.

Natürlich wäre es unter den gegenwärtigen Umständen angemessen, auf Anleihen zu setzen.