Dow steigt um 314 Punkte, Gewinne kompensieren Öl- und Inflationssorgen
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Kaufempfehlung: GOOGL. Der Bericht hebt ein Rekordquartal der Cloud‑Sparte und einen Anstieg von 6,4 % hervor — klare, earningsgetriebene Dynamik bei einem Mega‑Cap, das weniger vom Öl‑/Inflationszyklus betroffen ist als zyklische Werte. Sekundäreffekt: Die Stärke der Cloud verschiebt in der Regel IT‑Budgets von Unternehmen vor, was die Nachfrage nach Ad‑Tech erhöht und Googles Preissetzungsmacht im Anzeigenbereich stärkt, selbst wenn die Verbraucherausgaben zurückgehen.
Kernrisiko: Das Cloud‑Wachstum enttäuscht im nächsten Quartal oder die Margen schrumpfen schneller als erwartet.
Kaufempfehlung: CAT. Die Aktien stiegen um etwa 7,4 % nach einem stärker als erwarteten Gewinn — der Markt belohnt damit reale Wirtschaftsgewinne, nicht nur Tech‑Beta. Sekundäreffekt: Sollte sich Öl von den jüngsten Spitzen erholen, würden sich Industrieeingangs‑ und Frachtkosten stabilisieren, was die Auftragseingänge stützt und die Margenvolatilität bei der Nachfrage nach schweren Geräten reduziert.
Kernrisiko: Ein plötzlicher Nachfragerückgang (Bau-/Bergbau‑Capex) könnte den Gewinnüberraschungseffekt zunichte machen.
- Dow steigt um 314 Punkte, da starke Unternehmensgewinne die Marktstimmung heben.
- Meta und Microsoft geben nach und begrenzen die Gewinne trotz der Stärke von Big Tech.
- Ölpreise geben nach, bleiben aber hoch, da US‑Iran‑Spannungen die Unsicherheit schüren.
Die US-Aktien eröffneten am Donnerstag höher, da Anleger starke Unternehmensgewinne gegen zunehmende geopolitische Spannungen im Nahen Osten und anhaltende Inflationssorgen abwogen.
Der Dow Jones Industrial Average stieg um etwa 0,64 % bzw. 314 Punkte, während der S&P 500 rund 0,22 % zulegte. Der Nasdaq 100 gewann etwa 0,06 %.
Stärke der Unternehmensgewinne stützt Marktstimmung
Die Anlegerstimmung wurde durch eine neue Welle von Unternehmensberichten gestützt, insbesondere von Large‑Cap‑Technologie- und Industrieunternehmen.
Die Aktien von Alphabet Inc. sprangen um 6,4 %, nachdem das Unternehmen ein Rekordquartal seiner Cloud‑Sparte gemeldet hatte. Amazon legte um 0,6 % zu, nachdem es bei Cloud‑Umsätzen die Erwartungen übertroffen hatte.
Unter den Industrieunternehmen stieg Caterpillar um 7,4 %, nachdem es einen stärker als erwarteten Gewinn im ersten Quartal ausgewiesen hatte.
Die Aktien von Eli Lilly stiegen um 6,2 %, nachdem der Pharmakonzern seine Jahresgewinnprognose angehoben hatte und anhaltende Nachfrage nach seinen Medikamenten zur Gewichtsabnahme nannte.
Die Gewinne wurden jedoch durch Rückgänge bei anderen großen Technologieaktien begrenzt.
Meta Platforms fiel zeitweise um bis zu 9,8 %, nachdem es eine Prognose zu Investitionsausgaben veröffentlicht hatte, die die Stimmung belastete, sowie aufgrund enttäuschenden Nutzerwachstums.
Microsoft gab um 3 % nach, nachdem es gewarnt hatte, dass die Ausgaben wegen steigender Speicherpreise bis zu 190 Mrd. $ erreichen könnten.
Geopolitische Spannungen und Ölvolatilität im Fokus
Die Märkte blieben sensibel gegenüber Entwicklungen im Nahen Osten, insbesondere dem eskalierenden Konflikt zwischen den USA und Iran.
Die Ölpreise, die in den letzten Sitzungen stark gestiegen waren, zeigten am Donnerstag erste Anzeichen einer Abschwächung.
Brent‑Futures fielen um rund 3 %, blieben jedoch mit über 110 $ pro Barrel erhöht, nachdem sie ihr höchstes Niveau seit fast vier Jahren erreicht hatten.
West Texas Intermediate (WTI) sank um etwa 2 % und wurde über 104 $ pro Barrel gehandelt.
Die jüngste Volatilität auf den Ölmärkten wurde durch Befürchtungen vor langanhaltenden Lieferstörungen ausgelöst.
Ein Bericht deutete darauf hin, dass US‑Präsident Donald Trump ein Briefing über mögliche militärische Maßnahmen gegen Iran erhalten sollte, was die Befürchtungen einer weiteren Eskalation verstärkte.
Analysten bemerkten, dass der frühere Optimismus hinsichtlich diplomatischer Lösungen zu schwinden begonnen hatte.
Fed‑Ausblick und wirtschaftliche Signale erhöhen die Komplexität
Anleger werteten zudem Signale der Federal Reserve aus, die dafür stimmte, die Zinssätze im Bereich von 3,5 % bis 3,75 % unverändert zu lassen.
Die Entscheidung, wenn auch weithin erwartet, zeigte einige Unterschiede unter den Entscheidungsträgern, wobei mehrere darauf hinwiesen, dass die Inflation weiterhin zu hoch sei, um Zinssenkungen zu rechtfertigen.
Äußerungen von Fed‑Chef Jerome Powell unterstrichen die vorsichtige Haltung. Marktteilnehmer überdenken zunehmend ihre Erwartungen an geldpolitische Lockerungen, insbesondere da der Inflationsdruck anhält.
Am Donnerstag veröffentlichte Wirtschaftsdaten zeigten, dass das US‑Wachstum im ersten Quartal anzog, gestützt durch eine Erholung der Staatsausgaben.
Die Verbesserung könnte jedoch vorübergehend sein, da höhere Benzinpreise im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen die Haushaltsbudgets belasten.
Trotz dieser Unsicherheiten steht die Wall Street kurz davor, den April stark zu beenden.
Der S&P 500 steht vor einem Monatsgewinn von 9,3 %, während der Nasdaq um 14,3 % zulegen dürfte und damit seine beste Performance seit 2020 verzeichnet.
Auch der Dow steuert auf einen Anstieg von 5,4 % zu, seine stärkste Entwicklung seit November 2024.
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