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Gold erholt sich vom Zweimonatstief, da US‑Iran‑Abkommen ungewiss bleibt

Gold erholt sich vom Zweimonatstief, da US‑Iran‑Abkommen ungewiss bleibt
Devesh Kumar
29. Mai 2026, 06:27 AM

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Gold (XAU/USD)

XAU/USD kaufen. Die Erholung von etwa ~$4,360 zeigt, dass die Nachfrage nach sicheren Häfen trotz der Diskussionen über eine Waffenruhe weiterhin vorhanden ist, während die Inflation die Fed zu einem Abwarten zwingt – die Zinsen bleiben restriktiv, was das Aufwärtspotenzial von Gold begrenzt, aber auch ein vollständiges Umschichten in riskantere Anlagen verhindert. Es ist wünschenswert, dass der Markt bis zur formellen Unterzeichnung (oder dem Scheitern) des Abkommens weiterhin eine „Unsicherheitsprämie“ einpreist.

Kernrisiko: Trump genehmigt die Waffenruhe formell und die Inflation kühlt schnell genug ab, sodass Fed‑Senkungen vorgezogen werden – das würde die Nachfrage nach sicheren Häfen zerschlagen und die Erwartung von Zinssenkungen anheizen.

US 10‑jährige Treasury (IEF)

IEF verkaufen (20+ Year Treasury ETF). Bleibt die Inflation hartnäckig, bleibt die Fed restriktiv und reale Renditen werden gestützt, was für langlaufende Treasuries negativ ist. Das korrespondiert mit dem begrenzten Aufwärtsspiel von Gold: ein länger anhaltend höheres Zinsniveau setzt Anleihekurse unter Druck.

Kernrisiko: Die Inflation fällt stark und die Fed signalisiert schnellere Zinssenkungen, was eine Rallye bei langlaufenden Treasuries auslöst und die Annahme eines länger anhaltend höheren Zinsniveaus widerlegt.

  • Spot-Gold stieg 0.2% als Händler neue Berichte über eine US‑Iran‑Waffenruhe abwogen.
  • US-Gold-Futures gaben nach, da hartnäckige Inflation die Fed‑Zinserwartungen in den Fokus stellte.
  • Silber und Palladium legten zu, während Platin auf einen Wochenverlust zusteuerte.

Gold stieg am Freitag leicht, da Anleger Berichte über eine verlängerte US‑Iran‑Waffenruhe gegen hartnäckige Inflation und die Erwartung abwogen, dass die Federal Reserve die Kreditkosten bis ins nächste Jahr hoch halten wird.

Spot-Gold stieg 0.2% auf $4,499.56 je Unze bis 0231 GMT, während US-Gold-Futures um 0.1% auf $4,529.80 fielen, sodass der Markt zwischen sinkenden Kriegsrisikoaufschlägen und einem weiterhin restriktiven geldpolitischen Umfeld gefangen war, da die Liquidität vor dem Wochenende schwindet.

Das Edelmetall blieb für die Woche rund 0.2% im Minus, was unterstreicht, wie schnell sich die Nachfrage nach sicheren Häfen verschoben hat, während Händler geopolitische Risiken und den Pfad der US-Zinsen neu bewerten.

Waffenruhe‑Berichte stützen Nachfrage nach sicheren Häfen

Das Metall war am Donnerstag im späten Handel auf ein Zweimonatstief von $4,360 gefallen, bevor es nach Berichten, dass Washington und Teheran einer Verlängerung der Waffenruhe zugestimmt und Beschränkungen für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus gelockert hatten, wieder drehte.

Das Abkommen muss noch formell von Präsident Donald Trump genehmigt werden, während iranische staatliche Medien erklärten, es sei keine Einigung finalisiert worden.

Diese Unsicherheit trug dazu bei, Teile der Nachfrage nach sicheren Häfen aufrechtzuerhalten, auch wenn die Aussicht auf beruhigte Schifffahrtsbedingungen den unmittelbaren Risikoaufschlag für Gold verringerte.

„Die Märkte warten jetzt darauf, dass das Abkommen unterzeichnet wird, selbst wenn es nur noch Trumps Unterschrift bedarf“, sagte Brian Lan, Geschäftsführer von GoldSilver Central, laut King World News.

Er sagte, Gold habe vor den Schlagzeilen zur Waffenruhe anfällig für weitere Verluste gewirkt, bevor diese Nachrichten eine Erholung auslösten.

Inflation hält Fed‑Ausblick im Fokus

Die Gewinne bei Gold wurden durch die Aussicht begrenzt, dass die US-Zinsen länger hoch bleiben könnten.

Die Inflation stieg im April mit der schnellsten Rate seit drei Jahren, teilweise getrieben durch höhere Energiekosten im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt, und festigte die Erwartung, dass die Fed kurzfristig Zinssenkungen vermeiden wird.

Der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, sagte, die Geldpolitik sei angesichts des Ausblicks „am richtigen Ort“ und fügte hinzu, dass die Inflation kurzfristig voraussichtlich erhöht bleiben werde, bevor sie später im Jahr nachlasse.

Höhere Zinsen belasten in der Regel Gold, weil das Metall keine Zinsen zahlt und Barmittel sowie Anleihen vergleichsweise attraktiver werden.

Deshalb ist der geldpolitische Pfad der Fed ein Schlüsselfaktor für Gold, insbesondere wenn geopolitische Risiken abnehmen statt zunehmen.

Andere Edelmetalle uneinheitlich

Silber stieg leicht um 0.1% auf $75.67 je Unze und blieb auf Kurs für einen Wochengewinn. Palladium legte 0.4% auf $1,373.14 zu und steuerte ebenfalls auf einen Wochenanstieg zu.

Platin fiel 0.4% auf $1,915.53 und stand vor einem Wochenverlust, was eine uneinheitlichere Stimmung im Edelmetallsektor widerspiegelt.

Wie es weitergeht

Die kurzfristige Richtung von Gold dürfte von zwei Faktoren abhängen: ob die US‑Iran‑Waffenruhe formell unterzeichnet wird und wie lange der Inflationsdruck die Fed zu einem Abwarten zwingt.

Ein bestätigter Waffenstillstand könnte die Nachfrage nach sicheren Häfen reduzieren, insbesondere wenn sich die Schifffahrt durch die Straße von Hormus normalisiert.

Ein Rückschlag in den Verhandlungen oder weitere Anzeichen für eine sich verfestigende Inflation könnten jedoch die Nachfrage nach Gold als Absicherung gegen Markt- und Politikunsicherheit wiederbeleben.