Kann Silber die Erholung vor den US-Arbeitsmarktdaten am Freitag ausweiten?
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Kaufen Sie Spot‑Silber (XAG/USD) zur Fortsetzung der Erholung. Der Artikel beschreibt eine Erholungsbewegung nach starkem Verkauf; der RSI hat sich auf ~43 abgeschwächt (Verkaufsdruck lässt nach), und der Markt wartet auf die Nonfarm‑Payrolls — jede Schwäche bei den Payrolls würde Dollar und reale Renditen schwächen und das renditelose Silber stützen. Katalysatoren sind die Arbeitsmarktdaten am Freitag sowie anhaltende geopolitische Spannungen, die weiterhin Flucht‑in‑sichere‑Werte‑Käufe auslösen können.
Kernrisiko: Starke Nonfarm‑Payrolls, die eine Einpreisung längerer höherer Zinsen der Fed auslösen, stärken Dollar und reale Renditen und könnten Silbers Erholung zunichtemachen.
Shorten Sie den US‑Dollar gegenüber Silber, z. B. durch einen DXY‑Short (oder eine Long‑Position in XAG/USD gegen USD). Das Setup ist klar: Stärkere Arbeitsmarktdaten untermauern Erwartungen an eine straffere Fed, was über höhere Renditen ein Gegenwind für Silber ist; der Trade setzt auf das Gegenteil — enttäuschende Arbeitsmarktdaten, die eine Neubewertung in Richtung Zinssenkungen auslösen. Die fehlende Rendite von Silber macht es besonders empfindlich gegenüber Dollarstärke und realen Renditen.
Kernrisiko: Die Arbeitsmarktdaten könnten so stark ausfallen, dass der Dollar gefragt bleibt und die realen Renditen fest bleiben, sodass Silber selbst bei technischen Erholungen unterperformt.
- Silber erholt sich nahe $73.60, während Händler Iran‑Blockaderisiken abwägen.
- US‑Arbeitsmarktdaten im Fokus nach ADP‑Überraschung, die Fed‑Zinsausblick verschärft.
- XAG/USD bleibt unter dem 20‑Tage‑EMA und hält die kurzfristige Neigung fragil.
Silber stieg im asiatischen Handel am Donnerstag und gewann nach einem starken Ausverkauf in der vorherigen Sitzung etwas Boden zurück, da Anleger geopolitische Risiken gegen bevorstehende US-Arbeitsmarktdaten abwogen.
Spot‑Silber legte 1.2% zu und notierte nahe $73.60, XAG/USD wurde zum Zeitpunkt der Berichterstattung bei etwa $73.35 gehandelt.
Die Erholung verschaffte nach den jüngsten Verkäufen etwas Erleichterung, doch der übergeordnete Ton blieb vorsichtig, da die Preise unter wichtigen technischen Marken verharrten.
Händler blicken nun auf den US‑Nonfarm‑Payrolls‑Bericht am Freitag, um neue Richtung zu finden, nachdem stärkere als erwartete private Beschäftigungsdaten die Auffassung bestärkten, dass die Federal Reserve weniger Spielraum für Lockerungen hat.
Blockaderisiko im Iran trübt den Ausblick
Die Geopolitik blieb einer der Haupttreiber für Edelmetalle.
Am Mittwoch sagte Präsident Donald Trump in The New York Post‑Podcast „Pod Force One“, eine US‑Maritimeblockade iranischer Seehäfen „könnte bis zum Labor Day dauern“, fügte jedoch hinzu, dass er dieses Ergebnis nicht erwarte.
Sollte die Blockade bis zum 7. September bestehen bleiben, würde das auf eine längere Spannungsphase und keine dauerhafte Lösung des Konflikts hindeuten.
Anhaltende Einschränkungen rund um iranische Häfen könnten zudem Sorgen über Energieflüsse durch die Straße von Hormuz wecken, eine wichtige Route für weltweite Öllieferungen.
Dieses Risiko verkompliziert den Ausblick für Silber.
Während Edelmetalle bei geopolitischen Spannungen von sicherer‑Hafen‑Nachfrage profitieren können, hat Silber seit Beginn des Kriegs im Nahen Osten unterdurchschnittlich abgeschnitten, da höhere Ölpreise Inflationssorgen angefacht haben.
Diese Belastungen haben die Einschätzung der Händler zur geldpolitischen Richtung der Fed verändert. Vor dem Konflikt rechneten die Märkte mit zwei Zinssenkungen in den USA.
Seither haben höhere Energiepreise und Inflationsrisiken Investoren dazu veranlasst, eine restriktivere Haltung der Zentralbank einzupreisen.
Für Silber ist das ein Gegenwind. Das Metall bietet keine Rendite, wodurch es anfälliger ist, wenn die Zinsen erhöht bleiben oder Händler erwarten, dass die Kreditkosten länger höher bleiben.
US-Arbeitsmarktdaten rücken in den Mittelpunkt
Wirtschaftsdaten prägen ebenfalls den kurzfristigen Ausblick.
Die ADP‑Beschäftigungsänderung für Mai ergab, dass im US‑Privatsektor 122,000 Stellen hinzugekommen sind, über den Erwartungen von 117,000 und dem vorherigen Wert von 105,000.
Die stärkere Zahl setzte vor dem Nonfarm‑Payrolls‑Bericht am Freitag einen festeren Ton, der von Händlern, die Hinweise auf den nächsten Schritt der Fed suchen, genau beobachtet werden dürfte.
Ein widerstandsfähiger Arbeitsmarkt könnte das Argument dafür stärken, dass die Zentralbank die Zinsen hoch hält, insbesondere wenn die Entscheidungsträger weiterhin wegen inflationsbedingter Risiken durch höhere Energiekosten besorgt sind.
Das würde wahrscheinlich auf Silber drücken, indem es den Dollar stützt und die realen Renditen festhält.
Ein schwächer als erwarteter Payrolls‑Wert könnte diese Sorgen jedoch lindern und Edelmetalle unterstützen.
Das technische Bild bleibt fragil
Trotz der Erholung vom Donnerstag bleibt die technische Situation von Silber unter Druck.
XAG/USD notiert weiterhin unter seinem 20‑Tage‑exponentiellen gleitenden Durchschnitt bei $76.02, ein Niveau, das Händler vermutlich genau beobachten werden, um Anzeichen einer stärkeren Erholung zu erkennen.
Der Relative‑Strength‑Index liegt nahe 43, unterhalb der neutralen 50‑Marke. Das deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck nachgelassen hat, aber noch nicht zu einer klaren bullischen Umkehr geführt hat.
Eine anhaltende Bewegung über den 20‑Tage‑EMA bei $76.02 würde dazu beitragen, die kurzfristige bärische Neigung abzuschwächen und könnte den Weg Richtung des Hochs vom 25. Mai bei $78.83 öffnen.
Auf der Unterseite würde ein entscheidender Bruch unter das Tief vom 28. Mai bei $71.79 das Tief vom 7. April bei $68.28 freilegen und signalisieren, dass Verkäufer weiterhin die Kontrolle haben.
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