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Silberpreis‑Prognose: Kann XAG/USD sich erholen, wenn Fed‑Rate‑Wetten kippen?

Silberpreis‑Prognose: Kann XAG/USD sich erholen, wenn Fed‑Rate‑Wetten kippen?
Devesh Kumar
16. Juni 2026, 10:21 AM

Unterstützt von

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XAG/USD kaufen

XAG/USD bei etwa $69–70 kaufen, um von einer Erholung zu profitieren, falls Warsh einen zinsdämpfenden Ton anschlägt und der Dollar in der Nähe der Tiefs bleibt. Der Artikel hebt einen wesentlichen Wendefaktor hervor: Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember sank auf rund ~58%, und ein gedämpfter Fed‑Ton sollte renditefreie Edelmetalle stützen. Die technischen Indikatoren sind fragil, doch das Setup ist asymmetrisch: Eine Rückeroberung von $72.25 könnte schnell eine Neubewertung in Richtung $74.14 auslösen, gefolgt von $78.55.

Kernrisiko: Die Fed wird restriktiver (hawkish) bzw. Inflationssorgen beschleunigen sich wieder, was den Dollar antreibt und den Unterstützungsbereich bei $63.80 durchbricht.

US‑Dollar (DXY) via DXY‑Futures verkaufen

Den US‑Dollar verkaufen (Short DXY) im Vorfeld der Fed‑Kommunikation am Mittwoch. Silbers Sensitivität ist eindeutig: Niedrigere Zinserhöhungschancen und ein zinsdämpfendes Signal können den Dollar schwächen, was mechanisch XAG unterstützt. Dieser Trade ist sauberer als ein direktes Silber‑Engagement, da er gezielt den im Artikel hervorgehobenen Treiber adressiert.

Kernrisiko: Warsh signalisiert, dass die Inflation weiterhin ein Problem ist und Zinssenkungen keine Option sind, was zu einer scharfen Dollar‑Rallye führt.

  • Silber zieht sich vom Wochenhoch zurück, da Händler Gewinne realisieren.
  • Fed‑Entscheidung und die Kommentare von Kevin Warsh bleiben im Fokus.
  • Sinkende Ölpreise dämpfen Inflationsängste und stützen Metalle.

Die Silberpreise gaben am Dienstag leicht nach, da Marktteilnehmer nach einer deutlichen Erholungsrallye, getragen vom US‑Iran‑Friedensrahmen und sinkenden Ölpreisen, Gewinne mitnahmen.

XAG/USD notierte in den frühen europäischen Geschäften nahe $69.85 und zog damit von einem Wochenhoch zurück, da sich die Aufmerksamkeit von der Geopolitik auf die Zinsentscheidung der Federal Reserve am Mittwoch verlagte.

Der Rücksetzer war eher kontrolliert als chaotisch.

Niedrigere Energiepreise haben einige Inflationssorgen gedämpft, während der Dollar nahe seinen jüngsten Tiefs verharrt.

Dennoch steht Silber weiterhin vor einem schwierigen technischen Bild: Momentum‑Indikatoren zeigen, dass Käufer die Kontrolle über den kurzfristigen Trend noch nicht zurückerobert haben.

Fed‑Erwartungen stützen weiterhin Silber

Die wichtigste Frage für Silber ist, ob die Fed nach dem Rückgang der Ölpreise weniger besorgt über die Inflation wirkt.

Von der US‑Notenbank wird weithin erwartet, dass sie die Zinsen diese Woche in einer Spanne von 3,50% bis 3,75% hält, doch werden die Formulierung in der Erklärung und die Kommentare von Vorsitzenden Kevin Warsh wichtiger sein als die Entscheidung selbst.

Silber zahlt wie Gold keine Zinsen. Dadurch ist es empfindlich gegenüber Verschiebungen in den Zinserwartungen und gegenüber dem Dollar.

Händler haben laut CME FedWatch‑Daten die Wahrscheinlichkeit einer US‑Zinserhöhung im Dezember von zuletzt fast 70% auf rund 58% reduziert.

Edward Meir, Analyst bei Marex, sagte Reuters, ein zinsdämpfendes Signal von Warsh könne den Dollar schwächen und eine weitere Rallye bei den Edelmetallen auslösen.

Die gleiche Logik gilt für Silber, besonders nach der starken Erholung am Montag.

Friedensabkommen begrenzt das Abwärtspotenzial

Der US‑Iran‑Rahmen hat zudem die Stimmung in den Rohstoffmärkten verbessert.

Die vorgeschlagene Wiederöffnung der Straße von Hormus hat die Ölpreise gedrückt und lindert damit die Befürchtung, dass Energiekosten die Inflation länger hochhalten.

Das hat Silber eine gewisse Dämpfung nach unten gegeben, obwohl Händler Gewinne realisieren. Ein niedrigerer Ölpreis reduziert den Druck auf die Zentralbanken, weiter zu straffen, was generell renditefreie Anlagen stützt.

Dennoch betrachten die Märkte das Abkommen nicht als risikofrei.

Die Details des Abkommens sind begrenzt, und Investoren warten darauf, ob die Schifffahrt durch die Straße von Hormus sicher und planbar wieder aufgenommen werden kann. Ein Rückschlag in den Gesprächen könnte die Nachfrage nach sicheren Häfen zurückbringen, aber auch die Inflationssorgen wiederbeleben, falls die Rohölpreise erneut stark anziehen.

Technisches Bild bleibt fragil

Die Chartlage von Silber signalisiert weiterhin Vorsicht.

Das Metall liegt noch unter dem 20‑Tage‑SMA der Bollinger‑Bänder und dem 100‑Tage‑SMA, was die übergeordnete Neigung nach unten beibehält.

Der Relative‑Strength‑Index (RSI) notiert ebenfalls unter der Mittellinie, was auf schwaches Momentum statt auf eine klare bullische Wende hindeutet.

Der erste Widerstand liegt bei etwa $72.25. Ein Ausbruch darüber könnte den Weg Richtung $74.14 öffnen, gefolgt vom 100‑Tage‑SMA bei rund $78.55 und dem oberen Bollinger‑Band bei etwa $80.72.

Auf der Unterseite bleibt $63.80 die wichtigste Unterstützungszone. Solange Silber den unmittelbaren Widerstand nicht überwindet, könnten Rallys weiterhin Verkaufsdruck ausgesetzt sein.