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Figma-Aktie stürzt wegen SaaSpocalypse-Ängsten ab: Ist das eine ungerechte Bestrafung?

Figma-Aktie stürzt wegen SaaSpocalypse-Ängsten ab: Ist das eine ungerechte Bestrafung?
Crispus Nyaga
26. Juni 2026, 16:51 PM

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Figma (FIG) – Erholung

Kaufen: FIG. Der Ausverkauf wird von SaaSpocalypse-Ängsten getrieben, doch der Artikel nennt starke Fundamentaldaten: Q1-Umsatz +46% und Q2-Ausblick +40%, mit einem Jahresumsatz um $1.42B–$1.428B und erwarteter baldiger Profitabilität. Technisch steht FIG auf einer wichtigen Unterstützung bei rund $16.85 und bildet möglicherweise einen Doppelboden (Nackenlinie ~ $27.80), was eine handelbare Erholung ermöglichen würde, sofern die Unterstützung hält.

Kernrisiko: FIG fällt unter $16.85 und die Guidance-Dynamik lässt nach, sodass die Marktängste tatsächlich auf eine sich verschlechternde Nachfrage hindeuten.

Trade auf Software-Ängste (Short den Korb)

Verkaufen/Short eines Software‑"SaaSpocalypse"-Baskets – insbesondere hoch bewertete, KI‑störungsanfällige Namen im Artikel: Salesforce (CRM), Adobe (ADBE), Intuit (INTU) und ServiceNow (NOW). Die These lautet, dass der Markt die KI-Störung übermäßig diskontiert und die gesamte Gruppe bestraft, trotz anhaltendem Wachstum und starker Guidance bei Marktführern wie FIG.

Kernrisiko: Die KI-getriebene Produktadoption beschleunigt sich, und das Wachstum/die Guidance dieser Unternehmen verlangsamt sich tatsächlich, wodurch der Markt eine reale Neubewertung nach unten vornehmen müsste.

  • Der Figma-Aktienkurs ist diese Woche auf ein Rekordtief gefallen.
  • Der Rückgang ist vor allem auf die anhaltenden SaaSpocalypse-Ängste zurückzuführen.
  • Die Finanzzahlen deuten darauf hin, dass die anhaltende Bestrafung ungerechtfertigt ist.

Der Aktienkurs von Figma ist seit dem Börsengang (IPO) im letzten Jahr eingebrochen, da die Euphorie, die die Bewertung im Privatmarkt antrieb, mit den Realitäten eines börsennotierten Unternehmens kollidierte. FIG fiel am Donnerstag auf $16, deutlich unter dem Allzeithoch von $142.

Private Bewertung und öffentliche Realität

Figma ist eines der bekanntesten Softwareunternehmen in der Unternehmenswelt. Im Laufe der Jahre wurde es unter Designern wegen seiner kollaborativen Funktionen zu einem beliebten Namen.

Diese Beliebtheit nahm zu, bevor Figma börsennotiert wurde. Auf dem Höhepunkt erreichte es eine Bewertung von $20 billion, als Adobe ein Angebot unterbreitete. Adobe kündigte die Vereinbarung, nachdem sie in Großbritannien und der EU auf Widerstand gestoßen war, und musste eine Abfindung in Höhe von $1 billion zahlen.

Figmas Popularität trug dazu bei, dass die Bewertung nach dem IPO auf über $60 billion anstieg. Heute ist die Zahl auf $8.9 billion gefallen, und die Lage verschlechtert sich von Tag zu Tag.

Der Aufstieg und Fall von Figma ist symptomatisch für das, was auf dem Markt derzeit passiert. Es ist üblich, dass hoch bewertete Unternehmen bei ihrem Börsengang eine harte Landung erleben. Ein Beispiel dafür ist Klarna, dessen Bewertung nach dem IPO $17 billion erreichte. Heute liegt der Wert bei $7.2 billion.

Ein weiteres Beispiel ist Circle Internet Group, deren Bewertung einst $60 billion betrug und heute auf $17 billion gesunken ist.

Figma steht vor dem Gegenwind der "SaaSpocalypse"

Der Hauptgrund für den Einbruch des Figma-Kurses wird als SaaSpocalypse bezeichnet: eine Situation, in der Anleger Software-Aktien abstoßen, aus der Angst, dass ihre Geschäftsmodelle durch KI-Tools gestört werden.

Diese Ängste erklären, warum andere Unternehmen der Softwarebranche wie Salesforce, Adobe, Intuit und ServiceNow in diesem Jahr in einem freien Fall sind.

In Wirklichkeit argumentieren jedoch einige prominente Stimmen, darunter Jensen Huang, dass die Befürchtung, KI werde Softwareunternehmen verdrängen, nicht der Realität entspricht.

Stattdessen werde KI diese Unternehmen verbessern, indem sie deren Betriebskosten senkt und das Dienstleistungsangebot optimiert.

Tatsächlich zeigten die jüngsten Ergebnisse, dass Figmas Geschäft in diesem Jahr weiterhin auf Hochtouren läuft. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 46% auf $334 million, wobei das Management den Ausblick nach oben anpasste und Nachfrage sowie Ausweitung der Nutzerplätze (Seats) als Gründe nannte.

Das Management erwartet nun, dass der Umsatz im zweiten Quartal um 40% auf zwischen $348 million und $350 million steigen wird. Für das Jahr wird ein Umsatz zwischen $1.42 billion und $1.428 billion erwartet.

Daher gibt es Anzeichen dafür, dass Figma ungerecht bestraft wird, da das Management außerdem erwartet, dass bald Profitabilität erreicht wird. Zudem zeigt sich, dass mehr Unternehmen seine Dienste abonnieren.

Technische Analyse des Figma-Aktienkurses

Figma-Aktie

FIG-Kursdiagramm | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass der FIG-Kurs eingebrochen ist und sich nun auf einem entscheidenden Unterstützungsniveau von $16.85 befindet. Ein genauerer Blick zeigt, dass dieser Kurs mit dem tiefsten Wendepunkt im April dieses Jahres zusammenfällt. Das deutet darauf hin, dass ein Doppelboden entstanden ist, dessen Nackenlinie bei $27.80 liegt.

Das Doppelbodenmuster lässt eine mögliche Gegenbewegung zu. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Aktie noch eine Zeitlang weiter fällt, bevor sie sich schließlich erholt. Diese Ansicht würde bestätigt werden, falls der Kurs unter das Doppelbodenniveau von $16.85 fällt.