Silber: Hoffnungen auf Erholung schwinden, Dollar macht $57 zum Widerstand
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Kaufen Sie den Dollar, weil Zinserhöhungserwartungen der Haupttreiber sind und der Dollar-Index nahe seinen Höchstständen verharrt. Ein stärkerer Dollar belastet mechanisch Silber und andere in Dollar bepreiste Rohstoffe und verstärkt damit den Abwärtstrend bei Silber. Verwenden Sie UUP als die sauberste Umsetzung.
Kernrisiko: Die Fed signalisiert eindeutigere Lockerung (oder die Inflation fällt stark), wodurch der Dollar an Wert verlieren würde.
Verkaufen Sie Silber, weil die Fed neu bewertet wird hin zu mindestens einer Zinserhöhung und der Dollar nahe einem Einjahreshoch notiert — beides übt direkten Druck auf renditeloses, in Dollar bepreistes Silber aus. Das Chart ist ebenfalls schwach: Silber liegt deutlich unter der 20-EMA (~$65.82) und Rallyes dürften verkauft werden, bis das Metall wieder etwa $61.01 zurückerobert. Umsetzung über Short-Positionen in SI-Futures oder Short SLV.
Kernrisiko: Die Kerninflation sinkt plötzlich so stark, dass der Markt zu Zinssenkungserwartungen zurückkehrt, was den Dollar fallen und Silber steigen lassen würde.
- Silber fällt nahe $56.50, da die Erwartungen auf Fed-Zinserhöhungen die Wirkung niedrigerer Ölpreise in Asien überwiegen.
- Der Kern-PCE bei 3.4% hält den Druck seitens der Fed hoch, während die Bären bei XAG/USD das Sagen behalten.
- Starker Dollar und schwache Charts machen Silber unterhalb des Widerstands bei $61 verwundbar.
Der Ausverkauf bei Silber wird zunehmend zur klareren Wette auf eine straffere US-Geldpolitik.
Das Metall fiel am Freitag im asiatischen Handel auf rund $56.50 je Unze und setzte damit den scharfen Rückzug fort, da Anleger weniger auf sinkende Ölpreise und mehr auf hartnäckige Inflation achteten.
Die jüngste Kern-PCE-Zahl der USA hielt den Preisdruck über der Komfortzone der Federal Reserve, während ein starker Dollar das Metall für ausländische Käufer verteuerte.
Für einen Markt ohne Rendite ist das eine schwierige Mischung.
Niedrigere Energiepreise könnten später helfen, doch die Marktteilnehmer haben es mit einer Fed zu tun, die sich derzeit weiterhin besorgt über die Inflation gibt.
Neubewertung der Fed-Erwartungen treibt den Ausverkauf
Der größte Druck auf Silber kommt vom Zinsmarkt.
Anleger rechnen nun damit, dass die Fed dieses Jahr mindestens eine Zinserhöhung vornimmt — eine deutliche Umkehr gegenüber früheren Erwartungen, wonach die nächste Maßnahme eine Senkung wäre.
Dieser Richtungswechsel folgte auf eine Reihe von Inflationsdaten, die zeigen, dass der Preisdruck sich nicht ausreichend abgekühlt hat.
Der Kern-PCE, das von der Fed bevorzugte zugrunde liegende Inflationsmaß, stieg im Jahresvergleich im Mai auf 3.4% von 3.3% im April, entsprach damit den Erwartungen, blieb jedoch deutlich über dem Ziel von 2%.
Der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, gab den Händlern ebenfalls kaum Anlass, auf rasche Entspannung zu hoffen.
Seine Botschaft lautete, dass die Geldpolitik bereits restriktiv genug sei, um gegen die Inflation zu wirken, die Preisdrucke jedoch weiterhin zu hoch seien und möglicherweise vor 2028 nicht wieder das Ziel erreichen.
Die Stärke des US-Dollars verstärkt den Druck
Der US-Dollar ist zu einem weiteren Belastungsfaktor für Silber geworden.
Der Dollar-Index notiert nahe einem Einjahreshoch, gestützt von den gleichen Zinserwartungen, die auf den Edelmetallen lasten.
Das ist relevant, weil Silber in Dollar gehandelt wird.
Stärkt sich der Greenback, wird das Metall für Käufer mit anderen Währungen teurer, was die Nachfrage von globalen Investoren und industriellen Abnehmern schwächt.
Diese Entwicklung hat zudem den Nutzen sinkender Ölpreise verringert. Fortschritte in der US‑Iran‑Diplomatie haben Rohöl von konfliktsgetriebenen Höchstständen zurückgeführt und damit eine Quelle des Inflationsdrucks entspannt.
Die Marktteilnehmer sind jedoch noch nicht überzeugt, dass günstigere Energiepreise ausreichen werden, um die kurzfristige Haltung der Fed zu ändern.
Das technische Bild bleibt fragil
Das Chartbild begünstigt weiterhin Verkäufer. Silber notiert deutlich unter seinem 20-Perioden exponentiellen gleitenden Durchschnitt nahe $65.82, wodurch Rallyes anfällig für erneute Verkäufe bleiben, sofern das Metall diesen Bereich nicht zurückerobern kann.
Quelle: TradingView
Momentum-Indikatoren sind überdehnt, der Relative-Stärke-Index befindet sich im überverkauften Bereich.
Das deutet darauf hin, dass das Verkaufstempo nachlassen und Raum für kurzfristige korrektive Erholungen lassen könnte. Eine Trendumkehr ist damit noch nicht bestätigt.
Die erste wichtige Unterstützung liegt bei rund $55.63, gefolgt von $53.35. Ein Durchbruch unter diese Zone würde die psychologische $50‑Marke freilegen.
Auf der Oberseite ist $61.01 das erste ernsthafte Hindernis, bevor der Markt überhaupt damit beginnen kann, den übergeordneten Abwärtstrend in Frage zu stellen.
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