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Gold: schlimmster Monat seit 2008 – Fed-Zinserwartungen dämpfen Zufluchtsnachfrage

Gold: schlimmster Monat seit 2008 – Fed-Zinserwartungen dämpfen Zufluchtsnachfrage
Devesh Kumar
30. Juni 2026, 06:52 AM

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Gold verkaufen (XAU/USD, GC futures)

Verkauf von Spot‑Gold und Gold‑Futures für August, da Fed‑Hike‑Wahrscheinlichkeiten und der USD die Zufluchtsnachfrage überwältigen; Gold bietet keine Rendite und wird wie ein zinssensitiver Vermögenswert gehandelt. Ziel ist ein Retest des unteren Endes der genannten Spanne von 3.500–4.400 USD, wobei die Momentum‑Dynamik nach dem Setup zum schlimmsten Monat seit 2008 weiterhin negativ ist.

Kernrisiko: Eine deutliche dovishe Kursänderung der Fed oder ein erneuter Risk‑Off‑Schock, der den Dollar schwächt und die realen Renditen schnell sinken lässt.

Silber verkaufen (XAG/USD)

Short‑Positionen in Silber parallel zu Gold: Silber fällt stärker (etwa −2 %) und der Artikel verweist auf einen breit angelegten Reset bei den Edelmetallen, nicht nur auf eine Goldbewegung. Nutzen Sie die höhere Beta‑Empfindlichkeit von Silber gegenüber Zinsen/USD, um den Abwärtsdruck in Richtung des unteren Teils seines jüngsten Monats-/Quartalstrends zu verstärken.

Kernrisiko: Optimismus bezüglich der industriellen Nachfrage oder ein erneuter Safe‑Haven‑Schub, der Silber im Verhältnis zu Gold überproportional hebt.

  • Gold fällt unter 4.000 USD, da Fed‑Zinserwartungen die Zufluchtsnachfrage überlagern.
  • Die Stärke des Dollars führt zu dem schlimmsten Monat für Gold seit Ende 2008.
  • Silber und Platin fallen zusammen mit Gold vor dem Arbeitsmarkt‑Test der USA diese Woche.

Der Handel mit Gold als sicherer Hafen wird von einer anderen Art von Angst auf die Probe gestellt: nicht Krieg, sondern die Kosten des Geldes.

Das Metall fiel am Dienstag wieder unter 4.000 USD pro Unze, da der Schock aus dem Nahost-Konflikt nachließ und Anleger sich wieder auf eine Federal Reserve konzentrierten, die möglicherweise noch weitere Straffungen vornimmt.

Die Entwicklung bringt Gold auf Kurs für seinen schlimmsten Monat seit dem Ausverkauf in der Finanzkrise 2008 – eine deutliche Kehrtwende für einen Vermögenswert, der das Jahr mit starker Dynamik begonnen hatte.

Zinserwartungen überlagern die Zufluchtsnachfrage

Spot-Gold fiel in den frühen Handelsstunden um 1,5 % auf 3.956,92 USD pro Unze und erhöhte den Rückgang im Juni auf 12,7 %.

US-Gold-Futures für die Lieferung im August gaben 1,7 % auf 3.969,30 USD nach. Der monatliche Rückgang wäre das vierte in Folge und der erste Quartalsverlust seit 2024.

Der Druck kommt nicht nur aus einer Quelle.

Die Inflation bleibt erhöht, der jüngste Ölpreisanstieg hält Preisrisiken aufrecht, und Händler bauen wieder die Möglichkeit höherer US-Zinsen ein.

Die Märkte preisen in diesem Jahr drei Fed-Anhebungen ein, mit einer Wahrscheinlichkeit für einen Schritt im September von rund 64 %.

Das ist für Gold wichtig, weil das Metall keine Rendite bietet. Wenn Bargeld und Anleihen mehr abwerfen, wird das Argument für Gold schwerer zu halten.

Dollarstärke setzt zusätzlich zu

Der Dollar richtet ebenfalls Schaden an. Die US-Währung steuerte auf den zweiten Monatsanstieg zu und verteuert Gold für Käufer mit anderen Währungen.

Das hat den üblichen Zufluchtsimpuls abgeschwächt, obwohl das geopolitische Umfeld alles andere als ruhig ist.

Analysten bei Marex sehen die Kombination aus hoher Inflation, stärkeren Zinsaussichten und einem festeren Dollar als stark genug an, um die normalerweise in Krisen unterstützenden bullischen Argumente für Gold zu überlagern.

Mit anderen Worten: Der Markt behandelt Barren eher wie einen zinssensitiven Vermögenswert denn wie einen Inflationsschutz.

Anleger blicken nun auf die US-Arbeitsmarktdaten als nächsten Signalgeber.

Der ADP-Beschäftigungsbericht und die Nonfarm Payrolls stehen diese Woche an; ein robuster Beschäftigungsbericht würde es der Fed erschweren, ihren Ton zu lockern.

Ölrückgang mildert eine Sorge, aber nicht alle

Der Rückgang der Ölpreise hat etwas von der Dringlichkeit des Inflationsschocks genommen.

Brent notierte nahe 72 USD je Barrel, etwa auf dem Niveau vor dem Krieg, während Händler mögliche US‑Iran‑Gespräche in Doha abwägten.

Die Lage bleibt fragil, da Teheran Zweifel äußerte, ob direkte Gespräche angesetzt sind.

Für Gold ergibt sich daraus ein unübersichtliches Setup für die zweite Jahreshälfte. Die Marex-Analysten sehen eine breite Spanne von 3.500 bis 4.400 USD, was eher Raum für Volatilität als für einen klaren Trend signalisiert.

Silber fiel um 2 % auf 57,13 USD pro Unze, Platin verlor 1,1 % auf 1.557,21 USD und Palladium gab 0,4 % auf 1.208,17 USD nach.

Alle drei steuerten ebenfalls auf Monats- und Quartalsverluste zu, was dies zu einem breiteren Reset im Bereich der Edelmetalle macht und nicht nur zu einer Gold‑Story.