Ölpreise steigen leicht, da schwache US-Arbeitsmarktdaten den Dollar belasten
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Kaufen Sie WTI-Rohöl (NYMEX: CL). Die schwachen US-Arbeitsmarktdaten senken die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger Fed-Zinserhöhungen und drücken den Dollar nach unten – in der Regel ein direkter Rückenwind für in Dollar bepreistes Öl. Gleichzeitig lassen Lieferängste im Nahen Osten aufgrund von „positiven Fortschritten“ in den US‑Iran‑Gesprächen und der Verbesserung des Tankerverkehrs durch die Straße von Hormuz nach, wodurch das Abwärtsrisiko begrenzt wird. Das bereitet einen schrittweisen Anstieg vom aktuellen Niveau vor (WTI ~$68.8).
Kernrisiko: Ein plötzlicher Zusammenbruch der US‑Iran‑Verhandlungen, der die Befürchtungen vor Lieferstörungen schlagartig ansteigen lässt und den Dollarrückenwind überlagert.
Verkaufen Sie Brent-Rohöl (ICE: BZ). Selbst bei einem schwächeren Dollar steht Brent weiterhin vor einem vierten Wochenverlust in Folge, was darauf hindeutet, dass der Markt die Erholungsrallye nicht vollständig hinnimmt. Bleibt die Diplomatie nur „technisch“ ohne echten Durchbruch, kann Brents relative Schwäche gegenüber WTI anhalten, da Händler anhaltendes geopolitisches Risiko einkalkulieren, aber die Erholung abschwächen.
Kernrisiko: Ein klarer, dauerhafter US‑Iran‑Deal oder eine erneute Eskalation im Nahen Osten, die eine anhaltende Preisrallye bei Brent erzwingt.
- WTI erholte sich, da ein schwächerer US-Dollar die Rohölpreise stützte.
- Schwache US-Arbeitsmarktdaten verringerten die Erwartungen an kurzfristige Zinsanhebungen der Fed.
- Diplomatie im Nahen Osten und Spannungen in der Straße von Hormuz hielten die Märkte vorsichtig.
Die weltweiten Ölpreise notierten am Freitag vorsichtig höher, gestützt durch einen schwächeren US-Dollar, obwohl nachlassende geopolitische Sorgen im Nahen Osten die Gewinne weiter begrenzten.
Brent-Öl schwankte um $72,10 pro Barrel, während West Texas Intermediate (WTI) nahe $68,83 pro Barrel gehandelt wurde. Die Rohölpreise erholten sich damit nach jüngsten Rückgängen vor dem US-Feiertagswochenende moderat.
Ein schwächerer US-Dollar stützt die Ölpreise
Die Ölpreise fanden Unterstützung, nachdem die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten Anzeichen einer Abkühlung des Arbeitsmarkts zeigten.
Die Daten veranlassten die Finanzmärkte dazu, die Erwartungen an eine kurzfristige Zinserhöhung der US-Notenbank (Federal Reserve) zu reduzieren.
Ein schwächerer US-Dollar kommt in der Regel in Dollar notierten Rohstoffen zugute, da sie für Inhaber anderer Währungen relativ günstiger werden.
Dies unterstützte WTI trotz breiterer Sorgen im Zusammenhang mit geopolitischen Entwicklungen weltweit.
Nach Angaben des US Bureau of Labor Statistics (BLS) vom Donnerstag stiegen die Nonfarm Payrolls (NFP) im Juni um 57.000.
Die Zahl lag unter den Markterwartungen von 110.000.
Unterdessen sank die Arbeitslosenquote von 4.3% im Mai auf 4.2%.
Der schwächer als erwartete Beschäftigungsbericht belastete den US-Dollar und half den Rohölpreisen, einen Teil ihrer jüngsten Verluste auszugleichen.
Verhandlungen im Nahen Osten bleiben ein wichtiger Markttreiber
Trotz der Erholung blieb die Anlegerstimmung vorsichtig, da die Märkte die diplomatischen Bemühungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran weiter bewerteten.
Die Gespräche zeigten jedoch keine deutlichen Anzeichen für substanziellen Fortschritt in Richtung eines dauerhaften Friedens.
Das Ausbleiben eines entscheidenden Durchbruchs hält die geopolitischen Risiken erhöht. Marktteilnehmer beobachten die Entwicklungen weiterhin genau, da erneute Spannungen im Nahen Osten zusätzliche Unterstützung für die Rohölpreise liefern könnten.
Diplomatische Signale bringen etwas Erleichterung
Obwohl die geopolitischen Risiken bestehen bleiben, gab es auch Hinweise auf anhaltendes diplomatisches Engagement.
US‑Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag: „Ich denke, sie haben fast alles akzeptiert, was wir verlangen.“
Seine Äußerungen folgten Berichten aus Katar, wonach es nach indirekten technischen Gesprächen zwischen Washington und Teheran in Doha "positive Fortschritte" gegeben habe.
Die Gespräche konzentrierten sich auf Fragen im Zusammenhang mit dem am 17. Juni unterzeichneten Memorandum of Understanding (MoU).
Die diplomatischen Entwicklungen trugen dazu bei, einige Bedenken hinsichtlich möglicher Angebotsstörungen zu dämpfen.
Rohöl bleibt trotz Erholung unter Druck
Obwohl WTI während der Sitzung am Freitag zulegen konnte, blieben die Rohölpreise insgesamt unter Druck.
Der Tankerverkehr durch die Straße von Hormuz erholte sich weiter, wodurch die unmittelbaren Sorgen über Störungen globaler Öltransporte abnahmen.
Gleichzeitig verstärkte das anhaltende diplomatische Engagement zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran die Erwartung, dass die Versorgungsrisiken eingedämmt bleiben könnten.
Auch Brent blieb unter Druck und steuerte auf seinen vierten Wochenverlust in Folge zu.
Wenn bestätigt, wäre dies die längste wöchentliche Verlustserie des Benchmarks seit August 2024.
Vorerst stehen die Rohölmärkte zwischen der Unterstützung durch einen schwächeren US-Dollar und anhaltender Unsicherheit in Bezug auf geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten.
Von den Anlegern wird erwartet, dass sie sowohl makroökonomische Daten als auch diplomatische Verhandlungen weiter verfolgen, um die weitere Richtung zu bestimmen.
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