Silber gewinnt, da ein schwächerer Dollar geopolitische Sorgen vor Fed‑Protokoll ausgleicht

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XAG/USD kaufen. Ein abgeschwächter USD hebt Silber bereits an, und das Fed‑Protokoll ist ein kurzfristiger Katalysator: Falls der Ton weniger restriktiv ausfällt als eingepreist, verliert der „höhere Zinsen“ Gegenwind für Silber schnell an Wirkung. Silber tendiert zudem dazu, besser zu performen, wenn Realzinsbefürchtungen abklingen, während Risiko/Geopolitik erhöht bleibt.
Kernrisiko: Das Fed‑Protokoll fällt eindeutig restriktiver aus, treibt den Dollar und die Zinsen nach oben – Silber fällt wieder unter $60.
Spot‑Gold (oder GC‑Futures) verkaufen. Der Artikel zeigt, dass Gold in einem Tauziehen steckt: Die Nachfrage nach sicheren Häfen durch Risiken im Nahen Osten wird durch erneute Inflations‑/Zinsängste ausgeglichen. Falls das Fed‑Protokoll bestätigt, dass „die Zinsen höher bleiben“, bleibt die Attraktivität des renditelosen Goldes begrenzt.
Kernrisiko: Die geopolitische Eskalation beschleunigt sich zu einem umfassenden Risiko‑Off‑Schock, der die Zinsängste überlagert und Gold dennoch deutlich antreibt.
- Silber erholt sich, gestützt durch einen schwächeren Dollar.
- Spannungen mit Iran verstärken Inflationssorgen und sorgen für gemischte Signale bei Edelmetallen.
- Die Märkte erwarten das Fed‑Protokoll, um Hinweise auf die künftige Zinsrichtung zu erhalten.
Die Silberpreise stiegen während der frühen europäischen Sitzung am Mittwoch leicht an und beendeten damit eine zweitägige Verlustserie, da ein schwächerer US‑Dollar das weiße Metall vor der Veröffentlichung des Protokolls der Federal Reserve stützte.
Unterdessen bewegte sich Gold in einer volatilen Spanne, da neue geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise anstiegen ließen und die Inflationssorgen wieder aufflammten.
Silber erholt sich vor Fed‑Protokoll
Silber (XAG/USD) zog während der frühen europäischen Sitzung Käufer in der Nähe von $60,35 an und erholte sich damit von Verlusten der beiden vorangegangenen Sitzungen.
Die Erholung erfolgte, als sich der US‑Dollar vor der Veröffentlichung des Protokolls der geldpolitischen Sitzung der Federal Reserve vom 16.–17. Juni abschwächte.
Trotz der Erholung blieben geopolitische Entwicklungen ein zentrales Thema für Anleger.
Das US‑Militär flog am Dienstag eine neue Welle von Angriffen gegen Iran, nachdem über Angriffe auf drei Öltanker in der Straße von Hormus berichtet worden war.
Die jüngste Eskalation gefährdet den ohnehin fragilen Waffenstillstand und verstärkt die Sorgen um die weltweiten Energierversorgungen.
Höhere Energiepreise könnten zusätzlichen inflationären Druck erzeugen und die Erwartungen stützen, dass die Federal Reserve die Zinsen länger hoch halten könnte.
Ein solches Szenario könnte auf Silber drücken, das in einem Umfeld höherer Zinssätze typischerweise an Attraktivität verliert.
Laut dem FedWatch‑Tool der CME Group rechnen Händler derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 80 %, dass die Federal Reserve bis Ende des Jahres mindestens eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte vornimmt.
Die Anleger richten ihren Fokus nun fest auf die Veröffentlichung des Fed‑Protokolls später am Mittwoch.
Das Dokument soll zusätzliche Einblicke in die Einschätzungen der Entscheidungsträger zu Inflation, Zinsen und dem gesamtwirtschaftlichen Ausblick geben.
Gold zwischen Nachfrage nach sicherer Anlage und Zinsängsten
Die traditionelle Rolle des Goldes als sicherer Hafen sah sich am Mittwoch konkurrierenden Marktdynamiken gegenüber.
Das Edelmetall schwankte zwischen Gewinnen und Verlusten, nachdem erneute US‑Angriffe auf Iran die Ölpreise nach oben trieben, den US‑Dollar stärkten und die Sorge nährten, dass die Inflation persistent bleiben könnte.
Diese Entwicklungen erzeugten widersprüchliche Druckfaktoren für das Gold.
Während geopolitische Unsicherheit normalerweise die Nachfrage nach sicheren Anlagen erhöht, schmälern die Erwartungen höherer Inflation und erhöhter Zinsen die Attraktivität renditeloser Anlagen wie Gold.
Vor der Veröffentlichung des Protokolls der Federal Reserve suchten Händler nach neuen Hinweisen darauf, wie Fed‑Vorsitzender Jerome Powell und andere Entscheidungsträger Inflationsrisiken und den künftigen geldpolitischen Kurs beurteilen.
Goldpreise bleiben volatil
Spot‑Gold stieg bis 03:05 GMT um 0,5 % auf $4.125,59 pro Unze, nachdem es zuvor auf den niedrigsten Stand seit dem 2. Juli gefallen war.
Unterdessen gaben US‑Goldfutures mit Lieferung im August um 0,5 % auf $4.136,30 nach.
Die gegensätzlichen Bewegungen bei Silber und Gold unterstrichen die Unsicherheit an den Edelmetallmärkten, da Anleger geopolitische Risiken gegen die Erwartungen an die US‑Geldpolitik abwogen.

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