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Dow steigt um 139 Punkte – Halbleiteraktien ziehen trotz neuer US‑Iran‑Angriffe an

Dow steigt um 139 Punkte – Halbleiteraktien ziehen trotz neuer US‑Iran‑Angriffe an
Ananthu C U
09. Juli 2026, 22:23 PM

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Micron (MU)

Kauf von MU. Der Artikel verknüpft die Kursbewegung mit einem konkreten KI-/Speicher‑Capex‑Plan: Investitionen von mehr als $250 billion bis 2035 zum Ausbau der Speicherproduktion. Das stützt ein mehrjähriges Angebotswachstum, gerade da die KI‑Nachfrage Preise und Volumina vorzieht. MU profitiert zudem von breiterer Halbleiterdynamik (SOX/semis ETF im Plus) und der Markt belohnt KI‑nahe Titel bereits vor den Quartalszahlen.

Kernrisiko: Die Speicherpreise brechen schneller ein als die neue Kapazität von MU hochfährt, wodurch der Gewinnhebel aus dem Capex‑Plan zunichtegemacht wird.

Applied Materials (AMAT)

Kauf von AMAT. Wenn die Produktion von Speicher- und KI‑Chips ausgeweitet wird (MU‑Capex + Meta‑Inhouse‑KI‑Chip + breitere Halbleiterrally), profitiert zweitstufig vor allem die Ausrüstungsindustrie, die diese Fabriken baut und modernisiert. AMAT nimmt typischerweise diesen Investitionszyklus mit, auch wenn einzelne Chiphersteller kurzfristig bei den Preisen schwanken.

Kernrisiko: Capex wird bei Chipherstellern wegen eines plötzlichen Nachfragerückgangs oder verschärfter Finanzierungsbedingungen verzögert oder gekürzt.

  • Dow gewinnt 139 Punkte, da Halbleiteraktien die Marktrally anführen.
  • Micron, Applied Materials und Meta treiben KI‑bezogene Chipwerte an.
  • Märkte ignorieren erneute US‑Iran‑Angriffe weitgehend, da Ölpreise fallen.

US-Aktien schlossen am Donnerstag höher, da eine Rally bei Halbleiteraktien Bedenken wegen erneuten militärischen Austausch zwischen den Vereinigten Staaten und Iran ausglich, während sinkende Ölpreise die übergeordnete Marktstimmung stützten.

Der Dow Jones Industrial Average legte um 139,02 Punkte oder 0,27 % zu und schloss bei 52.487,41. Der Nasdaq Composite gewann 1,30 % und schloss bei 26.206,89, während der S&P 500 um 0,81 % auf 7.543,65 zulegte.

Halbleiteraktien führen den Markt an

Halbleiterwerte trieben den Markt nach oben, wobei der VanEck Semiconductor ETF um 2,5 % kletterte.

Micron Technology stieg um 4,5 %, nachdem das Unternehmen Pläne angekündigt hatte, mehr als $250 billion in den USA bis 2035 zu investieren, um die Produktion von Speicherchips auszubauen und die durch künstliche Intelligenz getriebene Nachfrage zu bedienen.

Applied Materials und SanDisk verzeichneten ebenfalls deutliche Gewinne; SanDisk legte um 7,6 % zu.

Meta Platforms trug zur positiven Stimmung bei, nachdem Reuters berichtet hatte, das Unternehmen plane, die Produktion seines eigenen KI-Chips im September zu starten.

Der Philadelphia Semiconductor Index setzte seine jüngste Aufwärtsbewegung fort, da Investoren trotz jüngster Volatilität im Sektor weiterhin KI-bezogene Unternehmen favorisierten.

Mit Beginn der Berichtssaison für das zweite Quartal erwarten Analysten laut LSEG I/B/E/S, dass die S&P-500-Unternehmen im Jahresvergleich im Durchschnitt ein Gewinnwachstum von 24 % melden werden.

Technologieunternehmen dürften einen bedeutenden Anteil dieses Anstiegs ausmachen. Gleichzeitig notiert der S&P 500 bei etwa dem 20‑fachen der erwarteten Gewinne, nach rund dem 21‑fachen vor einem Monat.

Märkte wägen geopolitische Spannungen und Ölpreise ab

Die Anlegerstimmung blieb vorsichtig, nachdem die USA laut US Central Command an zwei aufeinanderfolgenden Tagen eine weitere Reihe von Angriffen auf Iran gestartet hatten.

Die jüngsten Angriffe folgten Teherans Schlägen auf die Handelsschifffahrt rund um die Straße von Hormus, was den Verkehr durch eine der weltweit wichtigsten Energie-Shipping-Routen verlangsamte.

Trotz des erneuten Konflikts fielen die Rohölpreise, nachdem Präsident Donald Trump erklärte, Iran habe angerufen, um ein Abkommen zu schließen.

Berichte deuteten außerdem darauf hin, dass Katar und Pakistan versuchen, erneute Verhandlungen zwischen den beiden Seiten zu erleichtern.

Die jüngsten Kommentare standen im Kontrast zu Trumps Äußerungen einen Tag zuvor, als er sagte, der Waffenstillstand mit Iran sei „vorbei“ und deutete an, er sei nicht mehr an Verhandlungen interessiert.

Auch die europäischen Märkte erholten sich; der paneuropäische Stoxx 600 stieg um 0,8 %.

In Asien zog Japans Nikkei 225 um 1,4 % an, Südkoreas Kospi legte 0,62 % zu, Hongkongs Hang Seng fiel um 0,5 % und Chinas CSI 300 stieg um 2,5 %.

Ausblick auf die Fed bleibt im Fokus

Die Anleger bewerteten außerdem den Ausblick für die Inflation und die US-Geldpolitik.

Frische Wirtschaftsdaten zeigten, dass die wöchentlichen US-Arbeitslosenanträge zurückgingen, was darauf hindeutet, dass der Arbeitsmarkt trotz eines langsameren Stellenwachstums im Juni stabil bleibt.

Die Protokolle der Fed-Sitzung im Juni zeigten, dass die Notenbank zwar die Zinsen unverändert ließ, einige Entscheidungsträger jedoch einen Grund für Zinserhöhungen sahen, bevor sie zustimmten, die Zinsen stabil zu halten.

Händler preisen derzeit eine wahrscheinliche Zinserhöhung um 25 Basispunkte bis zur Fed-Sitzung im Dezember ein.