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Goldpreise stürzen, da Golf-Spannungen keine Nachfrage nach sicheren Häfen auslösen

Goldpreise stürzen, da Golf-Spannungen keine Nachfrage nach sicheren Häfen auslösen
Devesh Kumar
13. Juli 2026, 07:33 AM

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Short-Position auf Gold (XAU/USD)

Verkauf von Spot-Gold oder Gold-Futures. Der Artikel zeigt, dass der Markt das Hormus-Risiko als ein zinspolitisches Thema behandelt: Öl steigt → Renditen steigen → Dollar fester → die Nachfrage nach Gold als sicherer Hafen schwindet. Da CPI/PPI/Einzelhandelsdaten und die Warsh-Aussage bevorstehen, kann der geldpolitische Kanal dominieren und Druck auf das Gold ausüben.

Kernrisiko: Eine anhaltende, glaubwürdige Störung der Straße von Hormus, die eine echte Flucht in sichere Häfen (Risk-off) auslöst und/oder eine Wachstumspanik erzwingt, die die Renditen nach unten treibt.

Short-Position auf Silber (XAG/USD)

Verkauf von Silber. Es hat stärker nachgegeben als Gold (etwa -2.9%) und unterperformt typischerweise, wenn sich der Markt vom ‚sicheren Hafen‘ hin zu ‚Zinsen/starkem Dollar‘ verlagert. Wenn Energie die Inflationsängste weiter neu entfacht, macht Silbers höheres Beta es zur klareren Abwärtsausprägung desselben makroökonomischen Impulses.

Kernrisiko: Wenn Industrie-Nachfragesorgen schnell genug in Rezessions- und Deflationspreisbildung umschlagen, könnte Silber in eine breite Zufluchtsnachfrage für Edelmetalle hineingezogen werden.

  • Gold rutscht ab, da der Hormus-Schock Dollar, Renditen und Zinsängste anheizt.
  • Gold verliert die Nachfrage als sicherer Hafen, da das von Öl getriebene Inflationsrisiko heute Verkäufe antreibt.
  • Warsh-Aussage und US-CPI könnten diese Woche über die nächste Bewegung von Gold entscheiden.

Die Goldpreise fielen am Montag um mehr als 1% , da Anleger die jüngste Eskalation im Golf weniger als Auslöser für Nachfrage nach sicheren Häfen und mehr als Bedrohung für den Zinsausblick betrachteten.

Der Spotpreis für Gold fiel um 1.5% auf $4,059.11 je Unze, während die August-Futures 1.1% auf $4,067.10 verloren.

Die Bewegung erfolgte, als Öl sprunghaft anstieg, der Dollar stärker wurde und die Treasury-Renditen zulegten, nachdem der Iran sagte, er habe die Straße von Hormus geschlossen, wodurch Gold nach einem fragilen Stabilisierungsversuch wieder unter Druck geriet.

Gold verliert seinen politischen Puffer

Die Schwäche des Goldes zeigt, wie schnell sich der Goldmarkt drehen kann, wenn Inflationsängste die Nachfrage nach sicheren Häfen überholen.

Das Metall hatte letzte Woche Unterstützung durch schwächere US-Arbeitsmarktdaten und geringere Erwartungen an kurzfristige Straffungen der Geldpolitik erhalten.

Diese Unterstützung verlor an Wirkung, als Rohöl um etwa 4% stieg und damit die Sorge erneuerte, dass Energiepreise den Preisauftrieb erhöht halten könnten.

Gold profitiert normalerweise von steigendem geopolitischem Risiko. Aber dieser Fall ist anders, weil der Markt darauf fokussiert ist, was höhere Ölpreise für die Zinsen bedeuten könnten.

Wenn Renditen steigen und der Dollar sich festigt, erhöhen sich die Opportunitätskosten für das Halten von nicht verzinslichem Gold.

Hormus-Risiko stellt das Argument des sicheren Hafens auf die Probe

Die Straße von Hormus ist der Druckpunkt für Anleger. US- und iranische Streitkräfte tauschten am Wochenende Raketen- und Drohnenangriffe aus, während Teheran erklärte, den Wasserweg erneut geschlossen zu haben.

Schon eine teilweise Unterbrechung wäre bedeutsam, da die Straße eine der wichtigsten Energie-Transitstrecken der Welt ist.

Analysten bei ABC Refinery sehen Gold in der ersten Phase von Gewalt im Golf als anfällig an, weil von Öl getriebene Inflation tendenziell Dollar und Renditen anhebt.

Sie verweisen auch auf einen möglichen zweiten Effekt: Sollte eine andauernde Unterbrechung die Nachfrage schädigen und das Wachstum verlangsamen, könnte Gold später Unterstützung durch Rezessions- oder Deflationsängste finden.

Das bringt das Gold in eine schwierige Zwischenlage.

Das Metall ignoriert geopolitischen Stress nicht; der unmittelbare Preistreiber ist jedoch der geldpolitische Kanal und nicht reines Kaufen als sicherer Hafen.

Warsh-Aussage und CPI stehen bevor

Diese Woche stellt Marktteilnehmer vor mehrere Prüfsteine.

Fed-Vorsitzender Kevin Warsh soll vor dem Kongress seine erste halbjährliche Anhörung abhalten, während die Juni-Daten zu CPI, PPI und den Einzelhandelsumsätzen das Marktbild dafür formen werden, ob die Inflation abkühlt oder durch Energiepreise neu entfacht wird.

Auch Fed-Vertreter Michelle Bowman und Christopher Waller sollen sprechen, was den Fokus darauf verstärkt, wie die Geldpolitiker den jüngsten Ölschock bewerten.

Die Futures-Märkte preisen nun etwa eine 72%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September, nach etwa 63% in der Vorwoche.

Andere Edelmetalle schwächten sich ebenfalls ab. Silber fiel um 2.9% auf $58.14 je Unze, Platin verlor 1.8% auf $1,598.48 und Palladium sank um 2.3% auf $1,247.27.