Dow startet 40 Punkte höher, Chip-Aktien stürzen trotz Hormuz-Deal-Optimismus

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Kaufen WDC. Die Aktie ist stark gefallen (>18 %), obwohl die Umsatzprognose die Erwartungen übertraf – klassisches „gute Zahlen, schlechte Positionierung“ nach einem starken Anstieg. Die KI-getriebene Nachfrage bleibt intakt (SanDisk gab ebenfalls eine Prognose über den Schätzungen ab), daher wirkt der Ausverkauf eher stimmungsgetrieben als fundamental begründet.
Kernrisiko: Ein weiteres Quartal mit schwächerer als prognostizierter Nachfrage oder Margenkompression, die den Überschuss in einen Trend verwandelt.
Verkauf APP. Die Aktie brach um rund 18 % ein, nachdem Umsatzprognosen verfehlt wurden, und der Markt straft Wachstumswerte bei enttäuschender Guidance schnell ab. Da Software allgemein nach den Quartalszahlen schwach ist, kann sich das Abwärtspotenzial von APP fortsetzen, bis eine erneute Beschleunigung nachgewiesen ist.
Kernrisiko: Das Management stellt schnell die Prognose wieder her und zeigt nachhaltiges Wachstum der Werbeausgaben, wodurch die Ertragsenttäuschung entkräftet wird.
- Dow legt zu, da Hoffnungen auf ein Hormuz-Abkommen die Schwäche im Technologiesektor ausgleichen.
- Chip-Aktien fallen trotz optimistischer Prognosen und einer starken KI‑Nachfrageerwartung.
- Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe liegen unter den Schätzungen, während der Fed-Zinsausblick unsicher bleibt.
US-Aktien legten am Donnerstag zu, da die Wall Street gegenüber einem möglichen Abkommen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus optimistisch war.
Technologieaktien zeigten jedoch Schwäche nach den jüngsten Unternehmensberichten.
Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,1 % bzw. 47 Punkte, während der S&P 500 nach den Anfang der Woche erreichten Rekordständen nahezu unverändert blieb.
Der Nasdaq Composite fiel um 0,42 %, da Halbleiter- und Softwarewerte trotz überwiegend positiver Finanzergebnisse unter Druck gerieten.
Die Anleger werteten zudem neue Arbeitsmarktdaten vor dem am Freitag genau beobachteten Nonfarm-Payrolls-Bericht aus und verfolgten weiter die Entwicklungen im Nahen Osten, die die Energiepreise und die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve beeinflussen könnten.
Halbleiter- und Softwarewerte geben nach trotz optimistischer Ausblicke
Halbleiterwerte führten die Verluste an, nachdem Investoren negativ auf Quartalsprognosen mehrerer Technologiefirmen reagiert hatten.
Western Digital verlor mehr als 18 %, nachdem es eine Quartalsumsatzprognose herausgegeben hatte, die die Erwartungen an der Wall Street übertraf, aber die Anleger nach dem starken Kursanstieg der Aktie in diesem Jahr nicht zufriedenstellte.
Sandisk sank um mehr als 11 % obwohl das Unternehmen ebenfalls einen Umsatz über den Schätzungen prognostizierte, da es weiterhin von der durch KI angetriebenen Nachfrage profitierte.
Die Schwäche griff auf den breiteren Halbleitersektor über.
Micron Technology fiel um etwa 5 %, während Advanced Micro Devices, Marvell Technology und Intel im Handel nachgaben.
Auch Softwarewerte notierten nach einer Reihe von Ergebnisveröffentlichungen niedriger.
AppLovin stürzte nach verfehlten Quartalsumsatzerwartungen um rund 18 % ab, während Datadog nach der Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Quartal um etwa 15,8 % fiel.
Unter den Megacap-Technologieunternehmen verzeichneten Meta Platforms und Amazon moderate Gewinne, während Apple um etwa 1 % zulegte.
Alphabet legte leicht zu, obwohl Berichte kursierten, wonach das Unternehmen über eine US-Anleiheemission bis zu $25 billion aufnehmen wolle.
Die Aktie war zuvor bereits um 4 % gefallen, nachdem das Unternehmen seine Führungsstruktur im Bereich künstliche Intelligenz umgestellt hatte.
SpaceX-Aktien stiegen um etwa 0,9 % vor dem Ablauf der ersten Tranche seiner Lock-up-Periode nach dem Börsengang, die die Zahl der öffentlich handelbaren Aktien deutlich erhöhen könnte.
Entwicklungen im Nahen Osten bleiben im Fokus der Märkte
Die Anlegerstimmung blieb von diplomatischen Entwicklungen rund um die Straße von Hormus beeinflusst.
Berichte deuteten darauf hin, dass sich Iran und Oman einem Abkommen annähern könnten, das die strategisch wichtige Wasserstraße wieder öffnen würde – eine Route, durch die ein beträchtlicher Anteil der weltweiten Öllieferungen läuft.
Nach einem vorläufigen Abkommen sollen Durchfahrten durch die Straße offenbar nicht mit Gebühren oder Maut belegt werden.
Brent-Öl notierte nahe $80 pro Barrel, während die Märkte auf weitere Details zu einem möglichen Abkommen zwischen Iran und den USA warteten.
Die sich verbessernde Aussicht auf die Energielieferungen hat diese Woche die breiteren Aktienmärkte gestützt, nachdem niedrigere Ölpreise die Sorgen um Inflation und Zinsen gemildert hatten.
Wirtschaftsdaten und Fed-Ausblick im Fokus
Die Märkte verarbeiteten auch neue Wirtschaftsdaten vor dem Beschäftigungsbericht am Freitag.
Das Arbeitsministerium meldete, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der letzten Woche 199.000 betrugen – weniger als die von Ökonomen erwarteten 202.000 – und deutet damit auf eine nach wie vor relativ robuste Lage am Arbeitsmarkt hin.
Da der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, kaum einen Ausblick gab, bleiben die Märkte hinsichtlich der geldpolitischen Sitzung im September gespalten.
Laut den Daten des CME FedWatch haben sich die Erwartungen für eine Zinserhöhung und für ein Verbleiben der Zinsen auf dem aktuellen Niveau einander angenähert, was die anhaltende Unsicherheit über den weiteren geldpolitischen Kurs widerspiegelt.

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