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Darum schießt die SK Hynix-Aktie heute nach oben

Darum schießt die SK Hynix-Aktie heute nach oben
Devesh Kumar
09. Sept. 2026, 06:22 AM

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SK Hynix (000660.KS)

Kaufen. Die Aktie rallyt aufgrund zweier sich verstärkender Treiber: (1) KI‑Workloads nehmen zu, anstatt „effizient“ reduziert zu werden, was die Nachfrage nach Server‑DRAM und HBM erhöht; (2) physische Knappheit – KB schätzt, dass die Speicherbestände bei sowohl SK Hynix als auch Samsung unter 10 Tagen liegen, wobei 2027 potenziell die engsten Angebotsbedingungen in der Geschichte bringen könnte. HBM4 lässt sich schwerer skalieren (etwa 3x Waferkapazität gegenüber konventionellem DRAM), sodass SK Hynix die Preise verteidigen kann, während sich die Nachfrage über Nvidia‑verbundene GPUs hinaus auf Meta‑/Microsoft‑Custom‑Chips ausweitet.

Kernrisiko: Die HBM‑Versorgung holt schnell auf (neue Kapazitätsanläufe oder Lageraufbau), wodurch die Knappheits‑ und Preissetzungsthese entfallen würde.

Samsung Electronics (005930.KS)

Kaufen. Wenn die Speicherbestände im Sektor tatsächlich unter 10 Tagen liegen, profitieren sowohl SK Hynix als auch Samsung vom gleichen preisstarken, knappen Angebotsumfeld. Samsung ist zudem von AI‑Serverausbauten und einem HBM‑Nachfragetransfer betroffen, sodass die These von „knappem Angebot bei steigenden Hyperscaler‑Capex“ Samsung stützen sollte, auch wenn SK Hynix die Rally anführt.

Kernrisiko: Wenn sich Samsungs Speichermix in Richtung günstigerer/weniger knapper Produkte verschiebt oder die HBM‑Implementierung enttäuscht, kann es die Preissetzungsmacht nicht nutzen.

  • SK Hynix steigt fast 5%: Astra belebt die KI‑Speichernachfrage und HBM‑Optimismus.
  • KB sieht Speicherbestände unter 10 Tagen, da HBM4 die DRAM‑Knappheit vertieft.
  • Mirae und DB erhöhen die Kursziele für SK Hynix, da sich die HBM‑Nachfrage über Nvidia hinaus ausweitet.

Die SK Hynix-Aktie stieg am Mittwoch erneut kräftig an und setzte eine der stärksten Rallyes unter asiatischen Halbleiteraktien fort, da Investoren ihre Überzeugung verstärkten, dass die nächste Phase des KI-Booms deutlich mehr Speicherbedarf erfordern wird.

Die Aktie legte im Morgenhandel um fast 5% auf 1.87 million won zu und steigerte ihren Gewinn damit auf rund 17% in einer Woche.

Der Hauptkatalysator kam vom Start von OpenAIs GPT-6 Astra, doch Investoren reagieren auch auf außerordentlich knappe Speicherbestände und stärkere Nachfrage nach HBM für maßgeschneiderte KI-Chips.

Astra hat den KI‑Speichertrade wiederbelebt

Astra untermauert das Argument, dass leistungsfähigere KI‑Modelle die Rechenanforderungen nicht notwendigerweise durch Effizienz reduzieren werden.

Agentensysteme, die länger laufen und komplexere Aufgaben bearbeiten, können die Gesamtarbeitslast erhöhen und so die Nachfrage nach Beschleunigern, Server‑DRAM und High‑Bandwidth Memory (HBM) steigern.

Das ist für SK Hynix besonders bedeutend, da das Unternehmen bereits zu den führenden HBM‑Lieferanten der Branche zählt.

Han Ji‑young, Analyst bei Kiwoom Securities, sagte der Seoul Economic Daily am Mittwoch, dass die Ergebnisdynamik in der KI‑Branche seit der Veröffentlichung von GPT‑6 durch OpenAI intakt geblieben sei.

Han sagte, der Widerstand des KOSPI um 7.000 erscheine eher wie eine Konsolidierung als ein Bruch des Trends.

Die Widerstandsfähigkeit ist bemerkenswert, da koreanische Aktien zudem mit höheren Ölpreisen, Spannungen im Nahen Osten und schwächeren US‑Aktien zu kämpfen haben.

Der größere Katalysator könnte das schrumpfende Angebot sein

Der stärkere Teil der SK Hynix‑Story könnte die physische Knappheit sein.

KB Securities schätzt, dass die Speicherbestände bei Samsung Electronics und SK Hynix unter eine Versorgung von 10 Tagen gefallen sind.

Kim Dong‑won, Leiter der Research‑Abteilung bei KB Securities, sagte der Korea JoongAng Daily, dass 2027 die „engsten Angebotsbedingungen in der Geschichte“ bringen könnte, da die Investitionen der Hyperscaler in KI‑Infrastruktur auf $1.3 trillion zusteuern.

HBM4 erschwert die Lösung dieses Engpasses.

KB schätzt, dass HBM4 ungefähr die dreifache Waferkapazität konventionellen DRAMs benötigt.

Da Hersteller mehr Produktion auf margenstärkere HBM verlagern, bleibt weniger Kapazität für gewöhnliches DRAM, was möglicherweise den breiteren Speichermarkt gleichzeitig weiter verknappen könnte.

Das ändert die Investment‑These: Investoren setzen nicht nur auf eine stärkere KI‑Nachfrage, sondern auch darauf, dass die Nachfrage in eine Angebotsbasis mit nur geringem kurzfristigem Puffer steigt, wodurch Speicherherstellern ermöglicht wird, ungewöhnlich starke Preise zu halten.

Die HBM‑Nachfrage breitet sich über Nvidia hinaus aus

Die HBM‑Chance für SK Hynix reicht zunehmend über Nvidia‑verbundene GPUs hinaus, da Meta, Microsoft und andere Hyperscaler proprietäre KI‑Beschleuniger entwickeln, die ebenfalls große Mengen fortschrittlichen Speichers benötigen.

Kim Young‑gun, Analyst bei Mirae Asset, sagte, dass eine breitere HBM‑Adoption unter ASIC‑Entwicklern für SK Hynix vorteilhaft sei, da sie die Kundenbasis erweitert.

Mirae hat sein Kursziel diese Woche von 2.8 million won auf 3.1 million won erhöht.

DB Securities hob sein Ziel separat von 2 million won auf 2.3 million won an. Analyst Seo Seung‑yeon erwartet, dass die HBM4‑Lieferungen ab dem dritten Quartal beschleunigen, während die robuste Servernachfrage hilft, den Druck durch den stärkeren Won auszugleichen.