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Bessent sagt vor Kongress aus, Anleiherenditen erreichen Dreijahreshoch

Bessent sagt vor Kongress aus, Anleiherenditen erreichen Dreijahreshoch
Abhinav Jha
15. Sept. 2026, 13:20 PM

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Energieinflation

Kauf von USO (oder XLE als sauberere Basket-Alternative). Öl über $100 und Benzin/Diesel auf Mehrjahreshochs treiben den Verbraucherpreisindex und lassen Hoffnungen auf Zinssenkungen fragil erscheinen. Selbst wenn der Markt das Iran-Risiko „kennt“, zeigen die Daten des Artikels eine fortdauernde Weitergabe in die Verbraucherpreise, was eine anhaltende Stärke im Energiesektor stützt.

Kernrisiko: Eine schnelle Deeskalation im Iran-Konflikt oder ein massiver Angebotsanstieg, der Öl unter $100 drückt und den Inflationseffekt umkehrt.

10-jährige US-Treasury (UST)

Verkauf von iShares 20+ Year Treasury Bond ETF (TLT) und/oder Short-Positionen in zehnjährigen Treasury-Futures. Im Artikel heißt es, die Rendite der 10Y liegt wieder in der Nähe von/über 5% und die Rückkäufe der Treasury waren zu klein und signalisierten wahrscheinlich „Treasury ist besorgt“, was Renditen auf einem höheren Niveau halten kann. Bei Defiziten, die etwa doppelt so hoch sind wie das Ziel, und Hypothekenzinsen nahe 7% ist der Weg des geringsten Widerstands ein höher-bleibendes Renditeniveau.

Kernrisiko: Ein glaubwürdiger Kurswechsel hin zur Defizitreduzierung (oder ein starker Inflationsrückgang), der die Fed zu Zinssenkungen zwingt und die 10Y-Rendite deutlich unter 4% drückt.

  • US-Finanzminister Scott Bessent sagt am Dienstag vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses aus.
  • Die Anhörung findet wenige Tage, nachdem die Rendite der zehnjährigen Treasury kurzzeitig 5% berührt hatte – der höchste Stand seit 2023.
  • Bessents eigener Versuch, die Renditen durch eine Verdreifachung der Rückkäufe von Staatsanleihen zu senken, hat die Zinsen nicht reduziert.

US-Finanzminister Scott Bessent tritt am Dienstag vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses zu seiner jährlichen Zeugenaussage an.

Formell geht es in der Anhörung um die Aufsicht über den Internationalen Währungsfonds, doch Gesetzgeber werden ihn voraussichtlich zu Inflation, Energiepreisen, Zinssätzen und der Staatsverschuldung befragen.

In vorbereiteten Bemerkungen, die CNBC vorliegen, will Bessent den Erfolg der Sanktionen gegen den Iran hervorheben.

Er wird zudem auf Lohnsteigerungen für Beschäftigte mit niedrigerem Einkommen verweisen.

Mehr als 64 Millionen Steuererklärungen hätten letztes Jahr eine Steuerkürzung in Anspruch genommen, will er sagen.

Steigende Kosten dürften die Fragen dominieren

Die Ölpreise sind auf über $100 pro Barrel gestiegen, da sich der Konflikt mit dem Iran verschärft hat.

Benzin kostet in den USA jetzt im Durchschnitt $4.32 pro Gallone und damit $1.14 mehr als vor einem Jahr, so AAA.

Diesel kostet $6.23 pro Gallone, ein Anstieg um $2.54 im gleichen Zeitraum.

Der Verbraucherpreisindex liegt 3.4% über dem Vorjahr, was Investoren dazu veranlasst hat, auf Zinserhöhungen der Federal Reserve zu wetten.

Präsident Trump hat dagegen öffentlich niedrigere Zinsen gefordert.

Bessent ist ein langjähriger Freund des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh und trifft sich wöchentlich mit ihm.

Die Staatsverschuldung hat die Marke von $40 trillion überschritten, und die Haushaltsdefizite liegen bei etwa dem Doppelten des von Bessent und Trump versprochenen Ziels von 3% des BIP.

Bessents Wette am Anleihenmarkt hat sich nicht bezahlt gemacht

Bessent trat sein Amt mit dem Ziel an, die Rendite der zehnjährigen US-Treasury unter 4% zu drücken.

Stattdessen erreichte die Rendite am Montag kurzzeitig 5% – den höchsten Stand seit drei Jahren.

Letzten Monat, als die Renditen stiegen, verdreifachte Bessent die Größe des Rückkaufprogramms für Staatsanleihen, um die Renditen zu senken.

Die Renditen liegen jetzt höher als vor seinem Eingreifen.

Ökonomen sagen, der Schritt habe sich tatsächlich nachteilig ausgewirkt: Anstatt den Anleihemarkt zu beruhigen, habe er den Investoren signalisiert, dass das Finanzministerium selbst sich um steigende Zinsen sorge, was die Renditen weiter nach oben trieb.

Kritiker verweisen auf ein tieferes Problem.

Die von Bessent angekündigten Rückkäufe summieren sich auf etwa $6 Milliarden – ein kleiner Betrag im Vergleich zum $32 trillion großen Markt für Staatsanleihen.

Der legendäre Investor Stanley Druckenmiller, Bessents Mentor, warnte, dass das künstliche Unterdrücken von Renditen nach hinten losgehen würde.

Ökonomen aus dem gesamten politischen Spektrum argumentieren, das eigentliche Problem sei das Haushaltsdefizit selbst und nicht ein Marktfehler, den das Finanzministerium mit Rückkäufen beheben könne.

Anders als die Federal Reserve, die in einer Krise Geld schaffen kann, um die Märkte zu beruhigen, verfügt das Finanzministerium über keine solche Befugnis.

Das lässt Bessent mit Instrumenten zurück, die Kritiker zufolge nie für diese Aufgabe konzipiert wurden.

Was weiterhin zu seinen Gunsten spricht

Trotz der Kritik zeigt die Gesamtwirtschaft einige Stärken.

Der S&P 500 liegt seit dem Amtsantritt von Trump um etwa 27% im Plus, und die Arbeitslosenquote beträgt 4.1%.

In seinen vorbereiteten Ausführungen weist Bessent darauf hin, dass die Löhne der unteren 25% der Verdiener schneller gewachsen sind als die der Spitzenverdiener.

Dennoch haben Hypothekenzinsen, die der Rendite der zehnjährigen Treasury folgen, mit fast 7% einen Stand erreicht, der seit Juni 2025 nicht mehr erreicht wurde.

Das dürfte Bessent in einer Anhörung gegenüberstehen, in der steigende Kreditkosten eher die Fragen dominieren als seine hervorgehobenen Erfolge.