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Silber-Bullen erobern $60 zurück – nächster US-Arbeitsmarktbericht entscheidet

Silber-Bullen erobern $60 zurück – nächster US-Arbeitsmarktbericht entscheidet
Devesh Kumar
02. Juli 2026, 06:58 AM

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Spot-Silber (XAG/USD)

Buy spot silver around $60. Der Artikel verknüpft die Erholung mit schwächeren US-Daten, einem weniger falkenhaften Fed-Ton und niedrigeren Ölpreisen – alle drei reduzieren die erwarteten Zinserhöhungen, was einem Anlagegut ohne Rendite zugutekommt. Der Auslöser ist der nächste Arbeitsmarktbericht: Ein schwächerer Payrolls-Wert sollte den Dollar und die Renditen schwächen und Silber mit Momentum durch $60 treiben.

Kernrisiko: Ein starker Nonfarm-Payrolls-Bericht, der falkenhafte Fed-Erwartungen wiederbelebt, den Dollar und die Renditen steigen lässt und die Silber-Erholung zunichte macht.

iShares Silver Trust (SLV)

Buy SLV for cleaner exposure to the same macro setup. SLV sollte die Bewegung des Spot-Silbers über $60 nachbilden und bietet Liquidität sowie einfachere Positionsgrößen als Futures. Die These lautet, dass sich der Markt von einer „sofortigen Straffung“ zu einer „weniger dringenden Straffung“ bewegt, und SLV profitiert unmittelbar, wenn Silber weiterhin Schlüsselmarken zurückerobert.

Kernrisiko: Silber hält das $60-Niveau nicht und fällt wieder zurück, wenn der Arbeitsmarktbericht oder Fed-Aussagen die Zinserwartungen höher neu einpreisen.

  • Silber steigt über $60, da schwächere US-Daten die Angst vor Fed-Zinserhöhungen dämpfen.
  • Warsh dämpft die Dringlichkeit, behält aber das 2%-Inflationsziel der Fed im Fokus.
  • Niedrigere Ölpreise stützen XAG/USD, während Händler auf den US‑Payrolls-Test warten.

Die Erholung des Silbers hat sich von einer technischen Gegenbewegung zu einem Makro-Trade entwickelt.

Das Metall kletterte am Donnerstag zum dritten Mal in Folge und stieg wieder über $60 je Unze, nachdem schwächere US-Daten, niedrigere Ölpreise und eine weniger deutliche Botschaft von Federal Reserve-Chef Kevin Warsh den Druck auf renditelose Anlagen verringerten.

Die Rallye bedeutet nicht, dass das Zinsrisiko verschwunden ist. Nach einem brutalen Monatsrutsch haben Händler jedoch endlich genügend Gründe, um zu testen, ob das Schlimmste des Ausverkaufs vorbei ist.

Fed-Ton verschafft Silber Raum zur Erholung

Spot-Silber notierte während der asiatischen Handelszeiten um $60.20 je Unze und setzte damit seine Erholung nach dem starken Rückgang im Juni fort.

Die Bewegung erfolgte, als der Dollar nachgab und Anleger ihre Einschätzung revidierten, wie aggressiv die Fed auf die Inflation reagieren muss.

Warsh gab sich auf dem EZB-Forum in Sintra nicht dovish. Er bekräftigte das Bekenntnis der Zentralbank zum 2%-Inflationsziel und verteidigte die Unabhängigkeit der Fed.

Seine Anerkennung, dass die Inflationsrisiken in den vergangenen Wochen nachgelassen hätten, verringerte jedoch den Eindruck, dass eine sofortige Zinserhöhung unvermeidlich sei.

Diese Unterscheidung ist wichtig für Silber. Das Metall bietet keine Rendite, daher hat es tendenziell Schwierigkeiten, wenn die Märkte höhere Kreditkosten einpreisen.

Jede Abschwächung der Dringlichkeit bei Zinserhöhungen kann die Stimmung schnell verbessern, besonders nach einem steilen Rückgang.

Schwächere Daten dämpfen die falkenhafte Wette

Die US-Daten vom Mittwoch stärkten das Argument für einen weniger aggressiven Fed-Kurs. ADP berichtete, dass private Arbeitgeber im Juni 98.000 Stellen geschaffen hätten – weniger als prognostiziert und deutlich unter den 122.000 im Mai.

Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe sank ebenfalls auf 53,3 von 54, während sein Preisindikator deutlich zurückging.

Die Zahlen deuteten nicht auf eine schwache Wirtschaft hin. Sie legen jedoch nahe, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften und die Dynamik in der Industrie sich leicht abschwächen.

Für Händler reicht das aus, um der falkenhaften Fed-Wette vor dem Nonfarm-Payrolls-Bericht etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Der Markt richtet seinen Fokus nun auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten am Donnerstag. Ein schwächerer Payrolls-Wert würde die Erholungsargumente für Silber stärken, indem er den Dollar und die Renditen belastet.

Eine stärkere Zahl könnte die Erwartungen an eine erneute Straffung durch die Fed schnell wiederbeleben.

Geringere Ölpreise mindern den Inflationsdruck

Silber erhielt auch Unterstützung vom Energiemarkt. Öl fiel, nachdem indirekte US‑Iran‑Gespräche in Doha mit gewissen Fortschritten, aber ohne endgültige Einigung endeten.

Brent rutschte in Richtung $70 je Barrel, da Investoren beurteilten, dass die unmittelbaren Versorgungsrisiken rund um die Straße von Hormus nachgelassen hätten.

Niedrigere Rohölpreise sind wichtig, weil sie eine der Hauptinflationsgefahren verringern, die die Zinserwartungen genährt hatten.

Das verschafft den Edelmetallen etwas Luft, obwohl geopolitische Risiken nicht verschwunden sind.

Vorerst wirkt die Silberrally glaubwürdig, aber nicht risikofrei.

Das Metall hat das $60-Niveau zurückerobert, doch die nächste Bewegung hängt stark von den US‑Payrolls, dem Dollar und davon ab, ob Öl ruhig bleibt.

Ohne Bestätigung durch diese Treiber könnte die Rally anfällig für eine weitere Verkaufswelle bleiben.