Kospi stürzt 6% ab, asiatische Märkte warten auf TSMC-Ergebnis
KI-Sentiment: 18/100 Bärisch
Diese Bewertung wird durch eine KI-gestützte Analyse des Artikelinhalts erzeugt.
Unterstützt von
Verkaufen/Meiden im Vorfeld der TSMC-Zahlen. Korea ist das Epizentrum (Kospi -6% mit Samsung -8% und SK Hynix -11%), und der Markt belohnt „Rekord“-Gewinne nicht mehr – er verlangt den Nachweis, dass KI-Capex weiterhin kumuliert, ohne Überkapazitäten oder Margenschäden. Samsungs Bewertungsvielfaches stützt sich auf langfristige KI-Nachfrage; wenn TSMC einen zurückhaltenden Ausblick für den Hochlauf fortgeschrittener Chips, die Packaging-Kapazitäten oder die Effizienz der Kapitalausgaben gibt, wird das Tech-Beta Koreas schnell neu bewertet.
Kernrisiko: TSMC liefert starke, konkrete Prognosen, die die KI-Nachfrage und Kapazitätsdisziplin bis 2027 bestätigen und so eine breite Erholung der koreanischen Techwerte auslösen.
Verkaufen/Meiden. Der Memory-Sektor reagiert am empfindlichsten auf Anzeichen einer nachlassenden Nachfrage oder einer Verknappung bzw. Lockerung des Angebots. Da SK Hynix bereits um rund 11% gefallen ist, ist die Aktie auf Enttäuschung eingepreist; die These ist, dass TSMCs Ausblick zu fortgeschrittener Rechenleistung und Packaging auf die Speichererwartungen durchschlägt (weniger KI-Builds als erhofft oder langsamere Aufrüstungszyklen) und so den Druck auf DRAM-/NAND-Preise aufrechterhält.
Kernrisiko: Der TSMC-Ausblick deutet auf beschleunigte KI-Infrastrukturaufbauten hin und darauf, dass Kunden Bestellungen vorziehen, wodurch die Preiserwartungen für Speicher sofort steigen.
- Asiatische Chipaktien brechen ein, da TSMCs Zahlen die härteste Marktprüfung darstellen.
- Samsung und SK Hynix treiben einen brutalen Ausverkauf bei südkoreanischen Tech-Aktien an.
- Geringere US-Inflation stützt Anleihen, doch der Ölpreisanstieg hält die Märkte angespannt.
Asiatische Aktien fielen am Donnerstag, da ein erneuter Ausverkauf bei Chipherstellern das Risiko überhöhter Erwartungen vor TSMCs Quartalszahlen offengelegt hat.
Südkorea traf es am stärksten: Der Kospi fiel um rund 6,4%, da SK Hynix 11% verlor und Samsung Electronics um mehr als 8% sank.
Japans Nikkei fiel fast 3%, während Hongkong sich der regionalen Schwäche widersetzte.
Anleihen fanden Unterstützung, nachdem die US-Erzeugerpreise im Juni gesunken waren, doch Brent-Öl blieb über $85 pro Barrel, da der Konflikt mit Iran sich verschärfte.
TSMC steht vor einer harten Gewinnhürde
Für das zweite Quartal wird von TSMC ein Nettogewinn von etwa NT$632,6 Milliarden erwartet, ein Anstieg von 59%, der das fünfte Rekordquartal in Folge bedeuten würde.
Die Ergebnis-Telefonkonferenz ist für 2 Uhr in New York angesetzt, und Investoren richten ihr Augenmerk weniger auf die Schlagzeilenzahl als auf den Ausblick für fortgeschrittene Chips, Packaging-Kapazitäten und Kapitalausgaben.
ASML hat bereits gezeigt, wie anspruchsvoll der Markt geworden ist.
Der niederländische Anlagenhersteller hob seine Umsatzprognose für 2026 auf zwischen €43 Mrd. und €45 Mrd. an, nachdem er einen Quartalsumsatz von €9,3 Mrd. und einen Nettogewinn von €2,9 Mrd. gemeldet hatte.
Dennoch setzten sich die Verluste bei asiatischen Chipaktien fort. Der Kontrast legt nahe, dass Investoren heute mehr als nur übertroffene Gewinnerwartungen verlangen.
Sie verlangen Belege dafür, dass die Ausgaben für KI-Infrastruktur bis 2027 weiter beschleunigt werden können, ohne Überkapazitäten oder Margeneinbußen zu erzeugen.
Koreas Chip-Exposition verstärkt den Ausverkauf
Der Ausverkauf traf Südkorea besonders hart, da Halbleiter im heimischen Markt ein ungewöhnlich hohes Gewicht haben.
Verluste bei Samsung und SK Hynix trieben den Kospi in Richtung Bärenmarkt und lösten vorübergehende Handelsaussetzungen bei mehreren großen Titeln aus.
Die Bank of Korea verschärfte den Druck zusätzlich, indem sie ihren Leitzins auf 2,75% anhob – die erste Erhöhung seit Januar 2023.
Die Maßnahme zielte darauf ab, Inflation, private Verschuldung und Druck auf den Won einzudämmen, nachdem das Verbraucherpreiswachstum im Mai und Juni über 3% lag.
Die Entscheidung war weithin erwartet worden, sodass der Chip-Ausverkauf der deutliche Treiber der Verluste am Donnerstag war.
Dennoch schaffen die strafferen inländischen Finanzbedingungen einen unangenehmen Hintergrund für Technologiewerte, deren Bewertungen stark von in mehreren Jahren erwarteten Gewinnen abhängen.
Günstigere US-Preise stützen Anleihen, nicht die Risikobereitschaft
Die US-Erzeugerpreise sanken im Juni um 0,3% – der stärkste Rückgang seit 14 Monaten –, da die Energiekosten um 6,4% fielen.
Der Bericht folgte auf eine schwächere Verbraucherinflation und verringerte die marktimplizierte Wahrscheinlichkeit einer Fed-Erhöhung im Juli auf etwa 10%.
Diese Erleichterung stützte kurzfristige US-Staatsanleihen, vermochte aber die Nachfrage nach asiatischen Chipaktien nicht zu beleben.
Der Ölpreis ist diese Woche um rund 12% gestiegen, da die Feindseligkeiten zwischen den USA und Iran die Energieflüsse bedrohen, wodurch die Inflationsdaten für Juni zunehmend rückblickend wirken.
Die Aussichten von TSMC haben nun ungewöhnliches Gewicht. Ein zuversichtlicher Ausblick könnte den Technologiesektor der Region stabilisieren.
Jegliche Zurückhaltung bei Kundenausgaben oder Kapazitäten könnte dagegen einen bereits durch eine außergewöhnlich hohe Gewinnerwartung getriebenen Ausverkauf weiter vertiefen.
SK Hynix fällt erneut um 11 %: Wann endet dieser Boom‑Bust‑Zyklus?
Chip-Design-Software gilt als $3.7 billion Chance: 2 Aktien, die profitieren könnten
Ist IBM nach dem 25%-Ein-Tages-Crash kaufenswert? Analysten sagen
Dow steigt um 150 Punkte – Big Tech führt nach schwächeren Inflationsdaten
Abend-Update: Anthropic peilt IPO im Oktober an, Trump verschärft Angriffe auf Iran
Keine Ergebnisse gefunden
Artikel werden geladen...
Failed to load articles. Please try again.