Invezz

Gold steigt trotz schwacher US-Daueraufträge und verhaltener Flucht in Sicherheit

Gold steigt trotz schwacher US-Daueraufträge und verhaltener Flucht in Sicherheit
Rivanshi Rakhrai
27. Juli 2026, 15:54 PM

Unterstützt von

Invezz
Gold (XAU/USD)

Kaufen Sie Spot‑Gold (oder long XAU/USD). Der Artikel zeigt, dass Gold Gewinne behauptet trotz schwacher Aufträge langlebiger Gebrauchsgüter und die Marke von $4,100 durchbrach, als der Dollar fiel und Öl nachgab – unterstützend für das Edelmetall selbst ohne eine starke "Panik"‑Flucht in sichere Häfen. Falls das Wachstum nachlässt, ist die Fed weniger geneigt, aggressiv die Zinsen anzuheben, wodurch der Druck auf die Realrenditen begrenzt bleibt, während die Inflation hoch bleibt.

Kernrisiko: Ein starker Dollar‑Anstieg und eine hawkischere Neubewertung durch die Fed, die die Realrenditen ansteigen lässt und Gold wieder unter $4,100 drückt.

Silber (XAG/USD)

Kaufen Sie Silber (long XAG/USD). Silber steigt schneller als Gold, da Öl fällt und Händler aufgrund von Zinserwartungen in Edelmetalle rotieren. Wegen seiner höheren Beta‑Empfindlichkeit gegenüber makroökonomischen Faktoren und der Risiko‑Stimmung sollte Silber besser abschneiden, wenn der Markt weiterhin weniger Fed‑Zinserhöhungen einpreist.

Kernrisiko: Öl stabilisiert sich und die Risiko­bereitschaft kehrt zurück, wodurch Silber zum Mittelwert zurückkehrt, während Gold sich behauptet.

  • US-Aufträge langlebiger Gebrauchsgüter stiegen im Juni weniger als von Ökonomen erwartet.
  • Gold legte zu trotz schwacher Produktionsdaten und uneinheitlicher Safe‑Haven‑Nachfrage.
  • Silber setzte zu einer Rallye an, als Ölpreise fielen und sich der Markt wieder stärker auf Zinserwartungen fokussierte.

Der Goldmarkt hatte am Montag weiterhin Schwierigkeiten, eine konstante Nachfrage als sicherer Hafen anzuziehen, obwohl frische US-Wirtschaftsdaten auf ein schwächer als erwartetes Wachstum im verarbeitenden Gewerbe hindeuteten.

Die Goldpreise reagierten nur begrenzt auf die enttäuschenden Zahlen zu den Bestellungen langlebiger Gebrauchsgüter.

Analysten stellten fest, dass eine schwächere Aktivität im verarbeitenden Gewerbe dem Edelmetall potenziell Unterstützung bieten könnte.

Eine sich verlangsamende Wirtschaft könnte die Federal Reserve zögern lassen, die Zinsen anzuheben, selbst wenn der Inflationsdruck hoch bleibt.

Spot-Gold wurde zuletzt bei $4,087.17 gehandelt, ein Tagesanstieg von 0.80%, laut Daten von Rohstoffhandelsplattformen.

US-Aufträge langlebiger Gebrauchsgüter steigen weniger als erwartet

Das Commerce Department gab am Montag bekannt, dass die US-Aufträge für langlebige Gebrauchsgüter im Juni um 0.3% gestiegen sind.

Der Anstieg folgte auf einen revidierten Rückgang von 4.0% im Mai.

Die Juni-Zahl lag unter dem Konsens der Ökonomen. Ökonomen hatten einen Anstieg der Aufträge für langlebige Gebrauchsgüter von 1.6% prognostiziert.

Die Daten unterstrichen die anhaltende Schwäche im US-verarbeitenden Gewerbe.

Gold steigt über $4,100

Früher am Montag kletterte Gold über $4,100 pro Unze.

Die Bewegung kam zustande, als eine Pause der US‑Iran‑Angriffe die Ölpreise und den Dollar nach unten drückte.

Die Kursbewegung verschaffte dem Edelmetall einen ungewöhnlichen Schub durch nachlassende geopolitische Spannungen, statt durch eine neue Flucht in traditionelle sichere Häfen.

Spot-Gold stieg um 1.4% auf $4,110.56 je Unze bis 0200 GMT.

Auch US-Gold-Futures zogen an und gewannen 1% auf $4,112.10.

Der Rückgang des Dollars bot dem Edelmetall eine weitere Unterstützungsquelle.

Der Dollarindex fiel um 0.3% und machte Gold für Käufer mit anderen Währungen günstiger.

Die Bewegung bei Gold erfolgte, während die Märkte auf Veränderungen in mehreren wichtigen Anlageklassen reagierten.

Der Rückzug des Dollars verbesserte die Attraktivität des Edelmetalls, während niedrigere Ölpreise die breitere Marktstimmung beeinflussten.

Silber-Rallye, da Ölpreise nachgeben

Silber legte während der Handelssitzung am Montag ebenfalls deutlich zu.

Früher am Tag schnellte Silber in Richtung $60 je Unze, da ein starker Rückgang der Ölpreise die Edelmetallhändler dazu veranlasste, über unmittelbare geopolitische Risiken hinauszublicken.

Die Bewegung rückte auch die Zinserwartungen wieder stärker in den Fokus.

Spot-Silber stieg um 2.8% auf $59.81 im frühen asiatischen Handel.

Der Anstieg verlängerte eine breitere Rallye bei den Edelmetallen, wobei Gold zugleich über die $4,100-Marke kletterte.

Der Anstieg bei Silber kam, als Händler die Faktoren, die die Edelmetallmärkte beeinflussen, neu bewerteten.

Anstatt sich allein auf unmittelbare geopolitische Entwicklungen zu konzentrieren, schienen Marktteilnehmer stärker auf die Ölpreise und die potenzielle Richtung der Zinssätze zu achten.

Gold blieb unterdessen trotz seiner begrenzten Reaktion auf die schwächeren US-Daten zu den Aufträgen langlebiger Gebrauchsgüter höher.

Das Edelmetall handelte weiterhin mit einer uneinheitlichen Nachfrage als sicherer Hafen, während Anleger eine verlangsamende Industrieaktivität, erhöhten Inflationsdruck und die Perspektive der Geldpolitik der Federal Reserve abwogen.