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Silber setzt Verluste fort, da steigende Ölpreise kühlere US-Inflation ausgleichen

Silber setzt Verluste fort, da steigende Ölpreise kühlere US-Inflation ausgleichen
Rivanshi Rakhrai
16. Juli 2026, 08:25 AM

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Silber verkaufen (XAG/USD)

Silber wird verkauft, weil höhere Ölpreise die Furcht vor länger anhaltend höheren Zinsen neu entfachen. Silber ist ein ertragsloses Asset mit hohen Opportunitätskosten in einem straffen Zinsregime. Ölgetriebene Inflationserwartungen überlagern das Safe‑Haven‑Interesse aufgrund der US–Iran‑Spannungen. Handel: Leerverkauf von XAG/USD (oder Kauf von XAG‑Puts), solange es unter ~$57 bleibt.

Kernrisiko: Eine erneute starke Beschleunigung von CPI/PPI, die die Märkte zwingt, bald Zinssenkungen einzupreisen, wodurch Silber schnell deutlich steigen könnte.

Gold verkaufen (XAU/USD)

Auch Gold gibt nach, trotz Safe‑Haven‑Schlagzeilen, weil derselbe Öl→Inflation→länger anhaltender Zinsanstieg‑Kanal dominiert. Bleiben die Zinsen hoch, reicht die „defensive“ Nachfrage nach Gold nicht aus, um die Opportunitätskosten auszugleichen. Handel: Leerverkauf von XAU/USD (oder Kauf von XAU‑Puts) mit Ziel, die anhaltende Schwäche aus dem Bereich um ~$4,035–$4,050 zu nutzen.

Kernrisiko: Eine geopolitische Eskalation, die die Realrenditen sinken lässt und einen echten Risk‑Off‑Run in Gold auslöst.

  • Silber fällt zum zweiten Tag in Folge angesichts erneuter Inflationssorgen.
  • Abkühlende US-Inflation mindert Zinsängste, doch Ölpreis-Anstieg trübt den Fed-Ausblick.
  • Gold schwächt sich ab, da Investoren die Nachfrage nach sicheren Häfen gegen höhere Zinsrisiken abwägen.

Silberpreise setzten am Donnerstag die Verluste zum zweiten Mal in Folge fort.

Silver (XAG/USD) notierte während des asiatischen Handels um $57.00 pro Feinunze.

Das ertragslose Edelmetall blieb unter Druck, da erneute Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran die Ölpreise nach oben trieben und damit Befürchtungen wieder aufleben ließen, dass die Inflation hoch bleiben könnte.

Die Aussicht auf anhaltend hohe Inflation hat die Erwartungen verstärkt, dass die Federal Reserve die Zinsen länger höher halten könnte, wodurch die Attraktivität ertragsloser Anlagen wie Silber sinkt.

Gold fällt trotz Nachfrage nach sicheren Häfen

Gold notierte am Donnerstag ebenfalls niedriger, obwohl die geopolitischen Risiken zunahmen.

Spot-Gold fiel während des asiatischen Handels in Richtung $4,035 pro Unze, während auch die August-Futures für Gold nachgaben.

Früher in der Sitzung hielt das Edelmetall kurzzeitig über $4,050, doch die Erholung verlor an Schwung, da Brent-Öl über $85 pro Barrel blieb.

Die Kursentwicklung spiegelt gegensätzliche Kräfte wider, die den Edelmetallmarkt beeinflussen.

Einerseits haben eskalierende geopolitische Spannungen die Nachfrage nach traditionellen sicheren Häfen erhöht.

Andererseits haben höhere Ölpreise die Inflationserwartungen verstärkt, was die Möglichkeit erhöht, dass die Federal Reserve die Zinssätze länger hoch halten könnte.

Infolgedessen stehen sowohl Gold als auch Silber trotz schwächerer Inflationsdaten weiterhin unter Druck, da Investoren die defensive Nachfrage gegen die höheren Opportunitätskosten abwägen, die das Halten ertragsloser Anlagen in einem länger anhaltenden Hochzinsumfeld mit sich bringt.

Abkühlende US-Inflation mildert unmittelbare Zinsängste

Marktteilnehmer beurteilten weiterhin den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve nach den in der Woche veröffentlichten, schwächer als erwarteten US-Inflationsdaten.

Am Dienstag veröffentlichte Daten zeigten, dass der US-Verbraucherpreisindex (CPI) im Juni auf 3,5% zurückging, nach 4,2% im Mai, dem höchsten Stand seit drei Jahren.

Die Kennzahl lag außerdem unter der Markterwartung von 3,8% und dämpfte damit unmittelbare Befürchtungen, die Federal Reserve müsse kurzfristig die Zinsen anheben.

Der abkühlende Inflationstrend wurde zusätzlich durch die am Mittwoch veröffentlichten Erzeugerpreisindex-(PPI)-Daten gestützt.

Der jährliche PPI verringerte sich im Juni auf 5,5% von 6,0% im Mai, und lag damit ebenfalls unter der Markterwartung von 6,2%.

Die Erzeugerpreise sanken im Monatsvergleich um 0,3% und kehrten damit den Anstieg von 0,6% im Mai um.

Die Kennzahl übertraf zudem die Analystenerwartungen, die von keiner monatlichen Veränderung ausgegangen waren.

Märkte senken Erwartungen an Zinserhöhung im September

Nach den schwächeren Inflationsdaten senkten die Märkte ihre Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der Federal Reserve im September.

Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September sank auf rund 44%, nach 50% einen Tag zuvor.

Die schwächeren Inflationsdaten stützten zunächst die Stimmung, indem sie die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik reduzierten.

Investoren bleiben jedoch vorsichtig, da geopolitische Entwicklungen den Inflationsausblick weiter verändern.